1000 Hunde gefangen

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[2006-02-02] Hallo an alle,

nach dem tragischen Tod des Japanischen Geschäftsmanns, sind seit Montag allein in Bukarest bereits an die 1000 Straßenhunde eingefangen und in die staatlichen Tötungszentren verbracht worden.

Simona Panaitescu, Direktorin der Tierüberwachunsbehörde (ASA), sagte, dass keiner der eingefangenen Hunde zurückgegeben worden sei, obschon die Hälfte von Privatpersonen zurückgefordert wurde. Vermutlich würde aber einigen Forderungen nach Rückgabe der Hunde stattgegeben und jenen Hunde würden denen zurückgegeben, die sie haben wollen.

Panaitescu sagte weiter, dass alle in der Gegend Titulescu Strasse - Victoria Platz eingefangenen Hunde "von ihren so genannten Besitzern" zurückgefordert worden seien. Es würden aber keine Hunde herausgegeben, bis die Umstände die zum Tod des Japaners geführt hätten nicht geklärt seien.

Die Hysterie gegen die Straßenhunde nimmt noch nie da gewesene Ausmaße an. So wie es gegenwärtig aussieht, stehen wir am Anfang eines Hundemassakers, dessen Ausmaß die Aktionen von Traian Basescu bei weitem übersteigen wird. Im Schutz der gegenwärtigen Stimmung, die in weiten Kreisen der Bevölkerung gegen die Straßenhunde herrscht, haben diverse Institutionen, Firmen und Behörden bereits damit begonnen, die auf ihrem Gelände lebenden Hunde einfangen zu lassen.

Diese Hunde werden wohl sofort getötet werden, weil niemand deren Herausgabe fordern wird. Es würde mich nicht wundern, wenn Rumänien es weitgehend schafft, als erstes und einziges Land das Straßenhundeproblem durch Massentötungen zu lösen. Es scheint auch, dass bei den angewandten Tötungsmethoden nach wie vor nicht von "humaner" Euthanasie gesprochen werden kann.

Ich glaube, dass jetzt der Moment gekommen ist, wo große Tierschutzorganisationen mit dem Buergermeister Videanu Kontakt aufnehmen müssen. Diese Organisationen müssten aber emotionslos und pragmatisch vorgehen und gut vorbereitet sein, um Videanu zweifelsfrei klar machen zu können, dass nur die Kastration und Wiederaussetzung der Hunde in ihrem angestammten Revier einen anhaltenden Erfolg bringen kann.

Europäische Organisationen müssten ebenfalls mit den großen amerikanischen Tierschutzorganisationen Kontakt aufnehmen, um auch deren Unterstützung zu bekommen. Wir müssten auch an das Programm der Weltgesundheitsorganisation in schriftlicher Form herankommen, damit wir es dem Buergermeister zur Verfügung stellen können. Amerikanische Organisationen sollten auch Material beschaffen, dass beweist, dass die Stadt New York das WHO Programm erfolgreich angewandt hat.

Persönlich habe ich gewisse Zweifel, ob Organisationen wie 'Vier Pfoten', 'Animaux sans Frontieres' und die "Fondation Brigitte Bardot" für die rumänischen Behörden akzeptable Gesprächspartner sind. Vermutlich müssten neue Organisationen ins Gespräch kommen. Ich denke da u. a. an die französische Organisation "30 Million d'Amis" sowie an die großen deutschen und englischen Tierschutzverbände usw.

JAG

 
 
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Es wäre an der Zeit, dass die Politiker aller EU-Länder sowie die EU-Behörden Druck auf die rumänischen Behörden ausüben, damit sie mit der Massentötung der Straßenhunde aufhören und endlich die von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) entwickelte und propagierte Methode der Kastration und Rückführung der Hunde in ihr angestammtes Revier anwenden.

Wenn alle Mitglieder aller Tierschutzorganisationen ihre Politiker an Ihre Pflicht erinnern, etwas gegen die Grausamkeit gegen Tiere zu unternehmen, dann wird sich vielleicht (aber nur vielleicht) etwas bewegen lassen.

Von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel werden wir leider kaum Unterstützung bekommen. Am 17. Januar 2006 schrieb das Handelsblatt anlässlich ihres Besuchs bei Putin: "Wladimir Putin kennt Deutschland sehr gut. Eine Abneigung von Angela Merkel kennt der russische Präsident ebenfalls - Hunde. Schließlich ist sie als Mädchen einmal gebissen worden ..."

JAG

 
 
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