| Hallo an alle, nach dem tragischen
Tod des Japanischen Geschäftsmanns, sind seit Montag allein in Bukarest bereits
an die 1000 Straßenhunde eingefangen und in die staatlichen Tötungszentren
verbracht worden.
Simona Panaitescu, Direktorin der Tierüberwachunsbehörde
(ASA), sagte, dass keiner der eingefangenen Hunde zurückgegeben worden sei,
obschon die Hälfte von Privatpersonen zurückgefordert wurde. Vermutlich
würde aber einigen Forderungen nach Rückgabe der Hunde stattgegeben und
jenen Hunde würden denen zurückgegeben, die sie haben wollen.
Panaitescu
sagte weiter, dass alle in der Gegend Titulescu Strasse - Victoria Platz eingefangenen
Hunde "von ihren so genannten Besitzern" zurückgefordert worden seien. Es
würden aber keine Hunde herausgegeben, bis die Umstände die zum Tod des
Japaners geführt hätten nicht geklärt seien.
Die Hysterie gegen die Straßenhunde
nimmt noch nie da gewesene Ausmaße an. So wie es gegenwärtig aussieht, stehen
wir am Anfang eines Hundemassakers, dessen Ausmaß die Aktionen von Traian
Basescu bei weitem übersteigen wird. Im Schutz der gegenwärtigen Stimmung,
die in weiten Kreisen der Bevölkerung gegen die Straßenhunde herrscht, haben
diverse Institutionen, Firmen und Behörden bereits damit begonnen, die auf
ihrem Gelände lebenden Hunde einfangen zu lassen.
Diese Hunde werden wohl
sofort getötet werden, weil niemand deren Herausgabe fordern wird. Es
würde
mich nicht wundern, wenn Rumänien es weitgehend schafft, als erstes und einziges
Land das Straßenhundeproblem durch Massentötungen zu lösen. Es scheint
auch, dass bei den angewandten Tötungsmethoden nach wie vor nicht von "humaner"
Euthanasie gesprochen werden kann.
Ich glaube, dass jetzt der Moment gekommen
ist, wo große Tierschutzorganisationen mit dem Buergermeister Videanu Kontakt
aufnehmen müssen. Diese Organisationen müssten aber emotionslos und pragmatisch
vorgehen und gut vorbereitet sein, um Videanu zweifelsfrei klar machen zu
können, dass nur die Kastration und Wiederaussetzung der Hunde in ihrem angestammten
Revier einen anhaltenden Erfolg bringen kann.
Europäische Organisationen
müssten ebenfalls mit den großen amerikanischen Tierschutzorganisationen
Kontakt aufnehmen, um auch deren Unterstützung zu bekommen. Wir müssten
auch an das Programm der Weltgesundheitsorganisation in schriftlicher Form
herankommen, damit wir es dem Buergermeister zur Verfügung stellen können.
Amerikanische Organisationen sollten auch Material beschaffen, dass beweist,
dass die Stadt New York das WHO Programm erfolgreich angewandt hat.
Persönlich
habe ich gewisse Zweifel, ob Organisationen wie 'Vier Pfoten', 'Animaux sans
Frontieres' und die "Fondation Brigitte Bardot" für die
rumänischen Behörden
akzeptable Gesprächspartner sind. Vermutlich müssten neue Organisationen
ins Gespräch kommen. Ich denke da u. a. an die französische Organisation
"30 Million d'Amis" sowie an die großen deutschen und englischen Tierschutzverbände
usw.
JAG
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