 |
 |
 |
| |
Gästebuch |
d.r.t.h. |
|
|
|
Seitenanfang |
| |
Sehr
gefreut haben wir uns über den Gästebucheintrag von Jean-Alain, der zwar
selbst den größten Anteil an unseren Aktivitäten hat, nämlich
Unterbringung, Verpflegung, Organisation der medizinischen Betreuung der
Hunde nebst allerlei Behördenarbeit und Zurücklegen des rumänischen Teils
der Strecke, usw.; der aber in seinem Gästebucheintrag auf die Art und
Weise der Verwendung der gespendeten Medikamente und des Nahtmaterials
eingeht, was ich für sehr wichtig halte, euch hier noch einmal zur
Kenntnis zu geben. Danke Jean-Alain! |
|
| |
|
Seitenanfang |
|
[23.06.2004] |
Nachdem nun
auch die Mai-->Juni Tour erfolgreich abgeschlossen ist, möchte ich Euch
für die gute Zusammenarbeit danken. Wir konnten erneut 4 Tiere retten, die
hier kaum eine Überlebenschance gehabt hätten.
Danken möchte ich aber auch allen Spendern, die mitgeholfen haben, den
großen Renault Trafic voll zu machen. Alle Sachen, die ich in meinen Auto
nach Bukarest mitnehmen konnte, wurden sofort verteilt.
Das TA-Material ging zum Veterinär, der sich ganz
besonders über das viele Nahtmaterial gefreut hat. Nun kann er wieder ohne
Zurückhaltung Straßenhunde kastrieren. Aber auch die verschiedenen Medis
waren sehr willkommen. Alles wurde in fein säuberlich in einem Buch
eingetragen und die Spenden werden in erster Linie für Straßenhunde
verwendet oder bei der Behandlung von Straßenhunden, die von Leuten ohne
oder mit kleinstem Einkommen versorgt werden.
Die Bettwäsche, Hand- und Badetücher, Kleider, Spiel-
und Malsachen, Esswaren, Süßigkeiten usw. wurden zwischen dem Kinderheim
CHAD in Domnesti und dem Kinderhilfswerk
Mias Children aufgeteilt. Georg
wird mir die restlichen Spenden, die in meinem kleinen Wagen keinen Platz
mehr fanden, bei seiner Fahrt von Arad nach Bukarest mitbringen.
Nochmals, ganz herzlichen Dank für alles und viele liebe
Grüsse.
JAG |
|
| |
|
Seitenanfang |
| |
Und hier
noch etwas ausführlicher aus einer privaten mail von Jean-Alain an mich
zur Verwendung des medizinischen Materials:
... nichts war unnütz. Dr.
Fulger hat sich über alle Spenden sehr gefreut und auch an
selbstresorbierendem Nahtmaterial war doch einiges mit dabei. Ich habe
mich zwei mal mit Fulger zusammengesetzt und alle Beipackzettel der Medis
übersetzt. Fulger hat alles fein säuberlich in ein Heft eingetragen. Die
Intubationsschläuche haben etwas ganz besonderes, nämlich am oberen Teil,
außen am Schlauch ist ein 'Ballon' der aufgepumpt werden kann und damit
die Luftröhre hermetisch verschließt, so kann kein Erbrochenes oder
Speichel zwischen dem Schlauch und der Luftröhre in die Lunge gelangen. Er
wird einige behalten und bei Notfällen (z. B. OPs) verwenden. Die
überzähligen wird er in einer Med. Klinik für Menschen gegen
Verbandsmaterial eintauschen.
Sowohl Fulger als auch Liviu haben mir versprochen, dass alle Spenden
hauptsächlich für Straßenhunde verwendet werden oder für Straßenhunde, die
von alten Leuten mit ganz kleiner Rente versorgt werden. Sollte einmal
etwas für einen Rassehund verwendet werden, dessen Besitzer Geld genug
hat, dann wird er belastet und das Geld wieder der Behandlung von
Straßenhunden zugeführt.
JAG
Anmerkung von Hardy:
Da ich Dr. Fulger und Liviu persönlich kenne, kann ich euch guten
Gewissens sagen, dass es keinen Zweifel über deren Vertrauenswürdigkeit
gibt. Die Spenden sind also an einen sehr guten Platz gelangt.
 |
|
|
|
Seitenanfang |
| |
Graziella, eine aktive Unterstützerin von "Hand-und-Pfote" hat in der
NewsGroup
de.rec.tiere.hunde unseren
Tourbericht veröffentlicht und entgegen ihrer Absicht, Interessenten für
unsere Arbeit zu gewinnen, einige Reaktionen hervorgerufen, die so nicht
unbedingt beabsichtigt waren.
Wenn
schon Kritik, dann doch bitte in konstruktiver Form!
Ihr
findet den Diskussionsfaden z. B. über
Google oder
Google
inklusive meiner
Reaktion darauf, die ich auch hier noch einmal veröffentliche: |
|
| |
|
Seitenanfang |
| |
eigentlich wollte ich
nicht mehr in dieser Gruppe schreiben, weil die Qualität der Diskussion
zumindest für mein Empfinden gegenüber früheren Jahren ziemlich
nachgelassen hatte, aber um Graziella nicht ganz allein die Prügel
einstecken zu lassen, melde ich mich als Urheber des Tourberichts mal
kurz mit ein paar meiner Gedanken.
Wir sind über die Hilfe
für Straßenhunde zu diesen Hilfsfahrten gekommen. Dass wir 'nebenbei'
den Kindern helfen, liegt einfach daran, dass man diesem Problem nicht
aus dem Weg gehen kann, es sei denn, man ist blind oder gefühllos,
und bevor wir mit leerem Bus runterfahren, nehmen wir Hilfsgüter mit,
weil uns die Kinder eben nicht egal sind. Das kostet uns nichts an Geld
und nur minimalen Organisations- und Verladeaufwand; wir könnten's auch
lassen, dann haben wir keine Probleme an der Grenze - tun wir aber
nicht.
Der 'Hundeimport' hat
zumindest im Freiberger Tierheim (und ich vermute, es wird nur in
wenigen anderen deutschen Tierheimen anders sein) keine Auswirkung auf
deutsche Hunde, die auf eine Vermittlung warten, weil diese fast
ausnahmslos erwachsene Tiere sind und wenig Aussichten auf eine
Vermittlung haben. In Not geratene Welpen (und genau die sind es, die
wir in der Regel mitbringen) sind recht schnell vermittelt (und
unterstützen somit obendrein die Arbeit des Tierheims). Welche Hunde wie
vermittelt werden, liegt aber nicht an unserer Initiative sondern an den
Vorstellungen der Menschen, die wir nicht ändern werden.
Argumente dafür, dass wir
Hunde nach Deutschland oder Europa holen, könnt ihr auf unserer Webseite
nachlesen. Außerdem muss man ja nicht, nur weil man eins macht, das
andere aus den Augen verlieren. Für
Assat, einen erwachsenen Hund aus
dem Tierheim Freiberg z.B. wurde auch über unsere Webseite ein neues
Zuhause gesucht.
Über die Situation der
Hunde in den rumänischen Großstädten werde ich hier nichts schreiben,
darüber gibt es genügend Informationen im Internet und auch auf unseren
Webseiten..
Geld, explizit für Kinder,
spendet zumindest unserer Initiative keiner (es gibt ausgewiesene
Verwendungszwecke auf unserer Finanzseite), für Hunde und zur
allgemeinen Verwendung, schon. Mit Kleidung und Spielzeug könnten wir
mehrere Busse füllen - ordentliche Sachen, keine 'vollgeschissenen
Windeln'. Kommt ganz drauf an, mit wem man sich einlässt. Bei uns macht
das in der Hauptsache ein Second Hand Shop, der auch
Informationsmaterial über die Kinderhilfsorganisationen ausliegen hat.
Mit den Konfektionsgrößen geht es schon mal daneben, aber wir arbeiten
dran; die rumänischen Kinder sind in der Regel kleiner als gleichaltrige
deutsche. Selbst die großen Sachen können aber an Erwachsene ausgegeben
werden. Wir sind eine kleine Initiative und bleiben es auch, aus
verschiedenen Gründen, einer davon ist eben: selten die Übersicht
verlieren.
Ob es in Rumänien
bezahlbare Kleidung gibt, kann ich nicht beurteilen, wer soll das aber
abwickeln? Wir wollen es nicht, haben gar keine Zeit und den
Marktüberblick dafür. Und den Kindern Geld in die Hand geben? - Vergiss
es, dafür reizt die Droge 'Aurolac' zu stark, das ganze beschissenen
Leben vergessen zu machen; oder an der nächsten Ecke kommt einer von den
'Großen' und kassiert oder der Vater nimmt es einfach oder verkauft die
neu gekauften Klamotten, um sich Schnaps zu kaufen oder tausend andere
Dinge, die nicht in unserem Sinne lagen. Es ist auch nicht zu weit
hergeholt, dass das Kind für die paar Kröten verprügelt wird. Mit
anderen Worten, einem Kind dort unten in Rumänien Geld in die Hand zu
geben heißt: es zu gefährden!
Wenn selbst getragene
Kleidungsstücke verkauft werden, um an Geld für 'Aurolac' ranzukommen,
kann man sich vielleicht vorstellen, was in diesem Land läuft; stellt
euch das bei neuen Sachen oder gar Bargeld vor!
Im Übrigen habe ich mich
in dem Bericht nicht beklagt über irgendwelche Zustände, ich habe sie
lediglich 'berichtet'. Es gab im Vorfeld gar Stimmen, die davon
sprachen, dass mein Bericht etwas zu emotionslos wäre. Aber genau das
ist es, was ich will: einfach nur berichten. Die Gedanken und Emotionen
dazu kann jeder für sich selbst entwickeln. Wenn du dich in Rumänien
Emotionen hingibst, mag es wegen der Hunde oder der Kinder sein, dann
kannst du dich eigentlich nur noch niederknien und verzweifelt schreien
- dann kannst du aber nicht mehr helfen...
Es war nicht unsere erste
Tour, und wir wussten, was uns erwartet.
Die Gelegenheit nutzend,
möchte ich mich an dieser Stelle, wo ich aus gutem Grund schon einige
Zeit nicht mehr anzutreffen war, bei denen bedanken, die ohne großes
Aufsehen immer wieder unsere Initiative unterstützen (und sei es durch
die Wortmeldung in diesem thread) und diejenigen, die noch in der
Theorie stecken, ermuntern, Hilfe zu praktizieren, auch wenn sie dabei
vielleicht nicht ganz die Vorstellungen der 'Allwissenden' treffen ;-)
Inwieweit eure Hilfe
sinnvoll war, erfahrt ihr spätestens bei Kontrollbesuchen im neuen
Zuhause der Hunde oder beim nächsten Besuch der unterstützten
Kinderhilfsorganisationen an den Kindern, die vielleicht noch 'eure'
Kleidung tragen oder 'euer' Spielzeug lieben oder Bilder mit 'eurem'
Malzeug gemalt haben und im Gespräch mit den Helfern vor Ort, vor denen
ich an dieser Stelle nicht genug Hochachtung zeigen kann, denn ich
persönlich hätte die Kraft dazu nicht - also helfe ich dort, wo ich es
wirklich kann. Insbesondere können wir _nicht_ die politische und
wirtschaftliche Situation irgendeines Landes ändern.
Mein besonderer Dank gilt
Graziella, die mit dem posten des Berichtes vermutlich gehofft hatte,
Unterstützung zu mobilisieren und sich in der Hauptsache Prügel
zugezogen hat. Verbal zumindest war es ein Flop, zum Glück gibt es aber
auch andere Stimmen und nicht zu vergessen diejenigen, die sich ihren
Teil denken.
liebe Grüße Hardy 'Knuddelbacke'
|
|
| |
|
Seitenanfang |
| |
|
|
|