Bericht Mai 2003

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Aus Bukarest nichts Neues

Raika und Tommy (the clown) im Spiel

Anders als im vergangenen Jahr waren in den frühen Morgenstunden des 2. Mai drei Straßenhunde bei unserer Ankunft in Bukarest zur Stelle. Sie gehörten zu den ca. 35.000 verbliebenen Seelen, dieser ehemals mindestens doppelt so großen Gemeinschaft. Oder anders ausgedrückt: Basescu hatte innerhalb zweier Jahre über 30.000 Straßenhunde auf bestialische Art umbringen lassen - durch Erdrosseln, Erschlagen, Giftköder oder Giftspritze - jeder Einzelne ein Schicksal. Auch nur ansatzweise darüber nachzudenken schnürt einem die Kehle zu.

Viele der heute noch lebenden Straßenhunde sieht man an der Leine von Frauchen oder Herrchen gehen. Aber auch Rassehunde sind in steigender Anzahl zu beobachten - ein neues Statussymbol? Frei lebende Straßenhunde mussten regelrecht gesucht werden. Wurden sie dann von uns fotografiert oder gefilmt, wurden wir oftmals argwöhnisch beobachtet - ein Großteil der Bukarester Bevölkerung hält weiterhin ein wachsames Auge auf die restlichen verbliebenen vierbeinigen Freunde, die für jene, die das Herz am rechten Fleck haben, Liebe, Freude und Treue bereithalten - Eigenschaften, die den Verantwortlichen für deren Tötung abgesprochen werden müssen.

Wir sahen einen Mann in einem der wunderschönen Parks mitten in Bukarest, der von drei Straßenhunden umgeben auf einer Wiese saß - ein Team, in dem jeder für den anderen da ist und von denen jeder Liebe im Herzen trägt, die sich niemand vorstellen kann, der nie einen Hund geliebt hat.

In diesem Park gab es noch vor einigen Wochen drei Rudel Straßenhunde von jeweils 6 - 10 Tieren, die von den Abfällen der Imbissstände lebten und so den Park mit sauber hielten. Als wir dort waren, sahen wir lediglich zwei einzelne Straßenhunde, die recht scheu waren. Wie wir von dem Mann mit den drei Hunden erfuhren, waren die Hundefänger vor zwei Wochen im Park.

Am Nordbahnhof, wo sich immer ein Rudel von 6 Tieren aufhielt, erinnerte nichts mehr an ihre Anwesenheit.

Die Würfe der Hündinnen werden nach verschiedenen Aussagen wieder größer, der freigewordenen Lebensraum wird also wieder besetzt, wie es einige Tierschützer schon vorausgesagt hatten. Auf diese Weise wird das Morden nie aufhören. Unmittelbar nach unserer Abreise aus Bukarest erreichte uns die Nachricht, dass die Fänger wieder ausgezogen sind, nachdem einige Wochen Ruhe geherrscht hatte.

Auf der Heimfahrt sahen wir im Norden von Arad diese an einer Kette gehaltene Mutter mit ihrem ausgemergelten Welpen, die das von uns dargebotene Trockenfutter hastig verschlangen. Was wird das Schicksal für sie bereit halten?

Mutter mit Welpe am Stadtrand von Arad (RO)

Hardy für "Hand-und-Pfote"

Hilfsgüter
Weißer Straßenhund in seiner 'Höhle' Mia's Children
Hunde
Brauner Straßenhund Danke
Tourdaten
Abrechnung

Hilfsgüter Wir haben ca. 150 kg Hilfsgüter in Bukarest übergeben:

Wir konnten alles bei "Mia's Children" entladen. Von dort erfolgt die Verteilung auch an andere bedürftige Hilfsorganisationen wie z. B. Romhelp.

Bettzeug Medikamente
Hundefutter Kosmetik
Handtücher Schreibzeug
Kleidung Malzeug
Gardinen Schuhe
Spielzeug Süßigkeiten
Ein Teil der Fracht

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Mia's Children

Auch dieses Jahr besuchten wir wieder das von Jean-Alain mit betreuten Projekt Mia's Children. Mit großer Freude konnten wir Kleider- und Spielzeugspenden, sowie Geldspenden für die Patenschaft über Mias Kinder übergeben. Wir wurden liebevoll bewirtet und nahmen Geschenke, die von den Kindern selbst gebastelt wurden, für die Spender und uns mit nach Hause.

Mehr zu diesem Projekt findet ihr auf dieser Seite.

Jean-Alain mit Mia's Children

Hardy bei Mia's Children (Foto: Tilo John)


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Hunde Folgende Hunde haben den Weg nach Deutschland gefunden:
  • Tommy - der Clown
  • Mini-Mona - die Agility-Maus
  • Calinca - (nun in den Flegeljahren)
  • die Drillinge Tess, Trixi und Tina

Die Eltern der Drillinge - Bobby und Zuka - leben noch in Bukarest -
würden sich aber über ein gemeinsames Zuhause in Deutschland sehr freuen.

Bilder von ihnen und ihre Geschichten findet ihr auf der Vermittlungsseite
oder auf der Seite der vermittelten Tiere.

Tilo mit Mini-Mona während der ersten Rast in Brasov

Calinca bei Ortovet


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Danke

Unser ganz besonderer Dank gilt (in wahlloser Folge):

Jean-Alain Grumbach und seiner Frau Ileana für die Vorbereitung, Betreuung und Versorgung unserer vierbeinigen Freunde sowie die Erledigung der bürokratischen Notwendigkeiten. Ebenso für unsere überaus freundliche Aufnahme, für die Unterbringung und köstliche Verpflegung und die umfangreichen Informationen zum Geschehen in Bukarest
- für ihre Freundschaft

Mia und Costel Scarlat, Jean-Alain und Ileana Grumbach
danken wir für die Schaffung lachender Kindergesichter

Helga Schoolmann und Perry Kupfer
für die Übersendung medizinischen Geräts für Babsi,
die zuckerkranke Hündin

Tilo John für die innerdeutsche Überführung
des Insulins für Babsi

Uta Friedrichs für die Überführung von Mini-Mona und Calinca
nach Niedersachsen in ihre Vermittlungsstellen

Uta Friedrichs, Dorothea Modesta und Simone Schlage
für die Aufnahme von Calinca, Mini-Mona und Tommy
bis zu ihrer Vermittlung

Frau Otto vom Tierheim Freiberg für die problemlose Übernahme
und Vermittlung der Drillinge Tess, Trixi und Tina

den Tierärzten Stefan Fulger (Romania), Thomas Schreiter (Deutschland), Dr. Brinckmann (Deutschland)

Einem Freiberger Second Hand Shop und ihrer Kundschaft
für mehrere Säcke Kleidung und Spielzeug

Bärbel Burkert und ihrer Kundschaft der Geschenkboutique Weißenborn
für die Sammlung von 200,- €

Der Firma Fleischer und Herrn Dr. med. Funke für Desinfektion / Zertifikat der Textilien

Frau Patzig vom Renault-Autohaus Freiberg für die Übernahme
der Benzin- und Mautkosten bis zu einer Höhe von 300,- €

Zoohandlung Peter Schneider für den Preisnachlass für die Transportboxen

Frau Kießlig, Frau Meier, Herrn Dietrich (Foto-Rat), Dr. Klaus Irmer, Heidrun Lorenz, Petra Meister, Graziella Pugliese, Fam. Wickleder und unseren Schutzengeln

...

Mein persönlicher Dank geht an meinen Bruder Tilo, der wieder einen Großteil der Tour auf dem Fahrersitz meines treuen Kangoo verbracht hat und die Schlafgeister nicht zum Zuge kommen ließ und nicht zuletzt meiner lieben Frau Geli, die die Vorbereitungen der Hilfsgüter bewerkstelligt hat und die uns zusammen mit unseren Fellnasen Billy, Polly und Zara in Gedanken begleitet hat.

Babsi, die zuckerkranke Hündin
Foto: JAG


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Tourdaten

Etwas Statistik:

Strecke: Fahrtzeit:
Hinfahrt: 1.485 km 19:31 h
Rückfahrt: 1.539 km 25:35 h
Gesamt: 3.024 km 45:06 h

Durchschnittsgeschwindigkeit: 67,2 km / h
Durchschnittlicher Verbrauch: 8,67 l / 100 km

tour2002may.jpg (99395 Byte)
Die Strecke (Hin- und Rückfahrt)

Datum Uhrzeit [MESZ] Ort

01.05.2003

07:32

Seifersdorf

01.05.2003

08:30

Tschechei

01.05.2003

09:37

Prag Nord

01.05.2003

11:55

Slowakei

01.05.2003

12:25

Bratislava

01.05.2003

13:05

Ungarn

01.05.2003

13:25

Ungarn Autobahn

01.05.2003

14:35

Abfahrt M0

01.05.2003

15:00

Budapester Ring verlassen

01.05.2003

16:00

Autobahn verlassen

01.05.2003

16:45

Szeged

01.05.2003

17:30

Nagylac

01.05.2003

18:15

Rumänien

01.05.2003

19:15

Kaffeepause

01.05.2003

19:30

weiter geht’s

01.05.2003

20:15

Tanken zw. Arad und Deva

01.05.2003

21:30

Rast, Ilia (sternklare Nacht)

01.05.2003

21:50

Deva

01.05.2003

22:47

Sebes

01.05.2003

23:24

Sibiu

02.05.2003

01:13

Rumnice Valcea

02.05.2003

02:19

Pitesti

02.05.2003

03:03

Bukarest

04.05.2003

08:10

Bukarest

04.05.2003

11:06

Brasov, Rast

04.05.2003

13:05

Fagarasz

04.05.2003

14:40

Rast in den Karpaten

04.05.2003

15:15

Sibiu

04.05.2003

16:02

Sebes (Mühlbach)

04.05.2003

16:54

Deva

04.05.2003

19:30

Arad

04.05.2003

20:12

Nadlac

04.05.2003

21:45

ungarischen Zoll :-( Kontrolle!

04.05.2003

23:10

Rast Aral-Tankstelle zw. Szeged-Autobahnanschluss

04.05.2003

23:52

Autobahn

05.05.2003

00:33

Budapest

05.05.2003

02:38

Raika, Slowakei

05.05.2003

02:44

Raika

05.05.2003

03:44

Rast

05.05.2003

03:59

Tschechei

05.05.2003

04:35

Brno

05.05.2003

06:13

Prag Süd, Umgehung

05.05.2003

07:46

Teplice

05.05.2003

08:03

Duby, Cinovec

05.05.2003

08:09

Deutschland

05.05.2003

09:10

Freiberg

05.05.2003

09:45

Seifersdorf

Wir haben vier Pausen eingelegt, damit die Hunde etwas zu trinken und (wenig) zu essen bekommen, sich die Beine vertreten, 'Seen füllen' und 'Burgen bauen' konnten.

Grenzübergang Nadlac (Ungarn-Rumänien)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Karpaten

Wieder daheim (Billy und Zara machen die Übernahme :-)

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Abrechnung Die Ausgaben der diesjährigen Mai-Tour belaufen sich auf 860,69 €:
  • Benzin: 335,60 €
  • Vignetten / Maut: 47,00 €
  • Spende Mia's Children: 250,00 €
  • Spende HUP Unterstützung vor Ort: 200,00 €
  • Spende HUP für Babsi: 1.000.000,00 ROL

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