Briefe an die Sektorenbürgermeister

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25. März 2002

Liebe Freunde,

hier sind die Adressen der Sektorenbürgermeister von Bukarest, um an sie die Bitte zu richten, das Problem der Überpopulation von herrenlosen Hunden auf die einzig wirkungsvolle, dauerhafte und humane Art zu lösen, nämlich durch ein Kastrations- und Impfprogramm, begleitet von veterinärmedizinischer Behandlung.

Sie wissen ja, dass der Bürgermeister von Sektor 2 so ein Projekt bereits mit VIER PFOTEN ROMANIA durchzieht. An diesen sollten Sie bitte einige Dankesworte richten.

Sie kennen die guten Schreiben, die Martina und Jürgen GERLACH/ Briefkette für Tierschutz / Tierschutzpartei verfasst und an die Sektorenbürgermeister sowie an das Gesundheitsministerium gesandt haben.

Einzig der Bürgermeister von Sektor 6 hat unterdessen geantwortet (Übersetzung siehe meine letzte Aussendung). Dieser Bürgermeister verweist auf die Zuständigkeit der "Verwaltung zur Tierüberwachung", die dem Bürgermeisteramt von Bukarest unterstellt sei (also BASESCU?). Das werde ich noch herausfinden.

Bitte senden Sie eine Kopie Ihrer Schreiben an:

und an den

sowie an

Fordern Sie von der EU, dass endlich und schnellstens ein Gesetz zum Schutz von Hausstieren (Hunden, Katzen) erlassen wird, was bisher nicht existiert. Daher redet sich die EU immer heraus, nichts unternehmen zu können und schon gar nicht gegen Mitgliedskandidaten.

Senden Sie bitte auch noch eine Kopie an

Prof. Dr. ORPEA verweist auf die Zusammenarbeit mit der WSPA, bezüglich der Hundenotverordnung. Fragen Sie Dragan NASTIC was die WSPA denn unternimmt, dass die Verordnung auch angewandt und eingehalten wird, da sie ja mitverantwortlich für diesen Erlass ist.

Bisher ist es doch so, dass es bei den meisten rumänischen Gemeinden an Geld und, vor allem, an gutem Willen fehlt (trotz Hilfsangeboten aus dem Ausland). Hunde umzubringen ist eben einfacher und billiger als die Verordnung einzuhalten...

Vielen Dank für Ihre Mithilfe und beste Grüsse!

Uta Seier-Maltz

P.S.Anfügen möchte ich noch, dass ich mich über jede Aktivität und über jede Zeile zur Rettung der Tiere freue, weil dies den Verantwortlichen klarmacht, dass wir nicht aufgeben und weiterhin gemeinsam um das Leben der Hunde kämpfen.

Die Anschriften:
(Alle Anschriften sind auch auf der Adressenseite verfügbar.)

City Hall nr. 1
B-dul Banu Manta, nr. 9
Vasile GHERASIM
Bucuresti
- ROMANIA -
Tel:
   0040
1 222 34 51
Fax:
   0040 1 222 56 40
eMail:
  
primar@primariasector1.ro
City Hall nr. 2
Str. Olari, nr. 9-11
Neculai ONTANU
Bucuresti
- ROMANIA -
Tel:
   0040 1 252 77 99

Fax:
   0040 1 252 80 39
eMail:
 
 nontanu@ps2.ro
City Hall nr. 3
Str. Parfumului,nr. 2-4
Eugen PLESCA
Bucuresti
- ROMANIA -
Tel:
   0040 1 320 90 92

Fax:
   0040 1 321 20 40
eMail:
  
cabinetprimar@ps3.rdsnet.ro
City Hall nr. 4
B-dul George Cosbuc,nr. 6-16
Vasile MIHALACHE
Bucuresti
- ROMANIA -
Tel:
   0040 1 337 07 90

Fax:
   0040 1 337 07 90
eMail:
 
 vasile.mihalache@ps4.ro
City Hall nr. 5
B-dul Regina Elisabeta, nr. 29-31
Daniel Marian VANGHELIE
Bucuresti
- ROMANIA -
Tel:
   0040 1 315 94 82

Fax:
   0040 1 314 49 90
eMail:
 
 prim5@rdsnet.ro
Mayor Sector 6
Calea Plevnei 147-153
Dan Alexandru DOROBONT
Bucuresti
- ROMANIA -
Tel:
   0040 1 212 63 15
Fax:
   0040 1 310 39 24
und:
HEALTH MINISTERY
Str. Ministerului 1-3
Sector 1
DANIELA BARTOS
Bucuresti
- ROMANIA -

Tel:
   0040 1 315 02 00
Fax:
   0040 1 312 49 16

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26. März 2002

Liebe Freunde,

Wie gestern versprochen, habe ich mich nochmals über die bestehende Rechtslage erkundigt. Die besagte Notverordnung Nr.155 der rumänischen Regierung zur Behandlung der Strassenhunde, wurde im Wortlaut bereits in den Zeitungen veröffentlicht. Zur Ratifizierung bedarf es noch der Lesung im Parlament (was mehrere Male auf der Tagesordnung stand und vertagt wurde) und der Unterschrift des Staatspräsidenten.

Offiziell ist also noch immer das Veterinäramt im Landwirtschaftsministerium zuständig, was der Bürgermeister von Sektor 6 als "Verwaltung zur Tierüberwachung" bezeichnet. Allerdings ist diese Behörde ein Staatsministerium und nicht dem Bürgermeisteramt der Stadt Bukarest unterstellt.

Aus zuverlässiger Quelle erfuhr ich, dass sich Traian BASESCU nicht mehr mit den Hunden befasse, dass aber nun die Bürgermeister versuchten, die Verantwortung für die Strassenhunde, die sie ja noch nicht 100% per Erlass haben, möglichst von sich zu schieben. Das erkläre auch die Antwort des Bürgermeisters von Sektor 6, der sich hinausredet und, nicht ganz der Realität entsprechend, auf andere verweist.

Es herrsche Verwirrung, deshalb sei es von Bedeutung, diese Bürgermeister zu ermutigen, bzw. zu bitten, bei den herrenlosen Hunden korrekte Kastrationen durchzuführen, begleitet von Impfungen und veterinärmedizinischer Versorgung.

Bis zur Rechtsverbindlichkeit des Erlasses, hätten die Verantwortlichen nämlich freie Hand, ob sie sich für die intelligente und humane Lösung, also für Kastrationen etc. entscheiden oder für's brutaleTöten.

Einen guten Musterbrief in deutscher Sprache, verfasst von ANIMAL 2000, finden Sie am Schluss.

Abschliessend habe ich noch eine wichtige Adresse herausgefunden, wohin eine Kopie Ihrer Briefe geschickt werden sollte, allerdings auf dem Postweg:

European Integration Department Ministry of Agriculture
Bd, Carol 1, Nr. 24
Bucuresti
- ROMANIA -

Wie der Name schon sagt, ist diese Behörde mit den Vorbereitungen zum Eintritt Rumäniens in die E.U. betraut.

Mit herzlichen Grüssen und vielen Dank für Ihre Hilfe!

Uta Seier-Maltz / CIFAM


MUSTERBRIEF (.doc - download)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

laut Erklärung des Präfekten von Bukarest, Prof. Dr. Gabriel Oprea, datiert vom 18.2.2002 und Erklärung des Vet.-Amtes vom 5.3.2002 sollen in Folge der Notverordnung Nr. 155, die in enger Zusammenarbeit mit der Eurogroup for Animals Welfare und mit dem Einverständnis von WSPA entstanden ist,  keine Hunde mehr getötet werden, sondern die Tiere gefangen, untersucht, geimpft, kastriert und dann an Tierfreunde übergeben werden.

Nach meinen Informationen wurde die Verantwortung zur Lösung des Problems streunender Hunde in Bukarest in die Hände der Sektoren-Bürgermeister gelegt, also auch Ihrer Verantwortung unterstellt. Jedoch sollen sich lediglich im Sektor 2 die Zustände für die Tiere verbessert haben.

Bitte teilen Sie mir mit, wie die Notverordnung Nr. 155, die auch den Schutz der Hunde, ihre Kastration und tierärztliche Versorgung vorsieht, umgesetzt wird und wer dafür garantiert, dass sie in der Praxis auch angewandt wird.

Bitte lassen Sie umgehend in Ihrem Sektor die Durchsetzung und Einhaltung der Notverordnung Nr. 155 und die darin geforderte Hilfe für die Hunde, auch Kastration, tierärztliche Versorgung und Übergabe an Tierschützer zur Vermittlung in verantwortungsvolle Hände prüfen, umsetzen und für die bisherige Nichteinhaltung und die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Bitte tragen Sie Sorge dafür, dass das Töten der Hunde sofort eingestellt und unter Strafe gestellt wird. Die Hunde müssen kastriert und tierärztlich versorgt werden. Weiterhin müssen die Tiere in tierschützerische Obhut gegeben werden, damit diese sie in verantwortungsvolle Hände vermitteln können. - Nur solche Maßnahmen können langfristig einer Überpopulation der nicht gewollten Tiere entgegenwirken.

Mit freundlichem Gruß

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