Ergänzung zu: Das Morden geht weiter

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08.06.2001 Liebe Freunde,

in Ergänzung zum letzten Aufruf, möchte ich Sie nochmals bitten, alle Möglichkeiten um Beistand gegen das Morden der Strassenhunde auszuschöpfen. Viele von Ihnen haben bestimmt der E.U. geschrieben.  Entweder haben Sie gar keine Antwort erhalten, oder nur von Erweiterungskommissar VERHEUGEN. Nämlich den unannehmbaren Schubladenbrief, dass "die Befugnisse der E.U. auf dem Gebiet des Tierschutzes nur gelten z.B. für frei- bzw. wildlebende Tiere, für Tiere, die zu wissenschaftlichen Zwecken benötigt werden, für artgerechte Haltung von Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben, bei Transport und Schlachtung. Aufgrund der begrenzten gemeinschaftlichen Zuständigkeiten liegen allerdings viele Fragen in der alleinigen Kompetenz der Mitgliedstaaten. Die Kommission hat deshalb aufgrund der Vertragslage auch keine rechtlichen Möglichkeiten, diese Frage (Mord an Strassenhunden, meine Bemerkung) mit den rumänischen Behörden zu erörtern. Ich bitte soweit um Ihr Verständnis".

Das ist skandalös und dafür kann man kein Verständnis aufbringen!

Bitte machen Sie dies dem

E.U.-Präsidenten Romano PRODI
Fax 0032 2 295 85 32
E-Mail Romano.Prodi@cec.eu.int

klar sowie den Kommissaren

David BYRNE
Fax 0032 298 14 99
E-Mail David.Byrne@cec.eu.int,

Dr. Franz FISCHLER
Fax 0032 2 295 92 25
E-Mail Franz.Fischler@cec.eu.int

beide zuständig für Tierschutz,

Günter VERHEUGEN / Erweiterung
Fax 0032 2 298 11 99
E-Mail Guenter.Verheugen@cec.eu.int

und

Margot WALLSTRÖM / Umwelt
Fax 0032 2 298 18 99
E-Mail Margot.Wallstrom@cec.eu.int
.

Verlangen Sie als Europabürger, der schliesslich die E.U. mit seinen Steuergeldern finanziert, den Schutz von Haustieren (Strassenhunde sind nichts anderes als verlassene Haustiere) sofort verpflichtend in das Gemeinschaftsrecht aufzunehmen. Dies ist unbedingt erforderlich, da bekanntlich auch Mitgliedsländer der E.U., wie z.B. Spanien, Portugal und Griechenland, äusserst grausam mit diesen Tieren verfahren. Ausserdem herrschen in anderen E.U.-Kandidatenländern wie z.B. Ungarn, Tschechien, Polen ähnliche Zustände wie in Rumänien und sind für die Kettenhundhaltung berüchtigt.

Solange es keine Regelung für Haustiere gibt,
hat die E.U. wenigstens die ethisch-moralische Verpflichtung,
die Greuel an wehrlosen Hunden mit den rumänischen Behörden
sofort zu diskutieren, um zumindest offiziell das Entsetzen
der Europabürger darüber auszudrücken
und deren diesbezügliche Proteste zu unterstützen.

Bestehen Sie darauf, dass dies sehr wohl in der Kompetenz der E.U. liegt und, dass die Kommissare auch Reprâsentanten der Europabürger sind!!! Sie können die genannten E.U.-Autoritäten in einem einzigen Brief ansprechen, der an alle gerichtet ist (Anrede: Herr Präsident, Frau Wallström, Herr Byrne, Herr Dr. Fischler, Herr Verheugen). Das habe ich auch so gehandhabt.

Verlangen Sie eine Antwort auf dieses und auf Ihr vorheriges Schreiben,
dazu sind die E.U.-Behörden verpflichtet.

Hinzufügen möchte ich noch, dass natürlich noch weitere Ansprüche bezüglich Tierschutz an die E.U. gestellt werden müssen (z.B. "Arbeitstiere" - in den osteuropäischen Staaten gibt es noch viele Pferde und Esel -, Tiere im Zoo, Zirkus, Showbusiness, Leistungssport, Freizeitvergnügen etc.). Dies aber jetzt anzusprechen, würde unsere Forderung nach Schutz für die Strassenhunde verwässern und davon ablenken!

Bitte schreiben Sie an Barbara STAMM, seit 1990 Beauftragte der Bayrischen Staatsregierung für Rumänien. Sie ist für humanitäre Hilfsprojekte ehrenamtlich tätig und hat dafür den hohen Orden "Stern von Rumänien" bekommen. Sie ist also dort angesehen und respektiert. So sollte ihr Wort etwas gelten. Bitten Sie sie, die schrecklichen Tötungsaktionen an den Strassenhunden bei den rumänischen Behörden anzusprechen, bzw. bei Präsident ILIESCU und Premierminister NASTASE heftig zu protestieren.

Barbara STAMM kennt die Situation und weiss bestimmt um die Verbundenheit der Strassenkinder mit ihren Hunden. Sie weiss auch, dass BASESCU nicht nur die Hunde loshaben will, sondern auch die Kinder! Sprechen Sie an, dass gleichfalls viele Kinder Opfer der ausgelegten Giftköder sind, und dann unter schrecklichen Schmerzen, nach langem Todeskampf - so wie die Hunde - ihr Leben lassen müssen.

Die Adresse:

Frau Barbara STAMM / MdL
Rumänienbeauftragte der Bayrischen Staatsregierung
Bayrischer Landtag
Maximilianeum
D-81627 München

Leider konnte ich, trotz aller Bemühungen, weder ihre Fax-Nr., noch ihre E-Mail-Adresse herausfinden (in München meinte man, sie habe keine...).

Von VIER PFOTEN bekam ich den Bescheid, dass sie vorerst weitermachten in Rumänien. Die endgültige Entscheidnung stehe noch aus. Jedoch hätten sie die Kastrationen in Bukarest vorübergehend eingestellt, weil es wenig Sinn mache, die Tiere zu operieren, die dann weggefangen und getötet würden. Sie halten nichts von Tierstationen, unterstützen diese folglich auch nicht, weil damit nur Platz in den Strassen, für nachrückende Hunde von ausserhalb, frei würde.

Unterdessen seien die Teams im benachbarten Bulgarien mit Kastrationen tätig. Das Büro in Bukarest sei nach wie vor besetzt. Die laufende grosse Protestkartenaktion (an Präsident ILIESCU) soll die politische Lösung beschleunigen.

Leider sitzt BASESCU fest im Sattel und ist kürzlich zum Präsidenten seiner Partei gewählt worden. Er ist mächtig und die Aussichten auf seine Absetzung stehen schlecht. VIER PFOTEN beklagen die Passivität der Bevölkerung und, dass uns "Europa" im Stich lässt.

Deshalb sind Ihre Briefe an die E.U. so wichtig!

Mit besten Grüssen in tierschützerischer Verbundenheit!
Uta Seier-Maltz

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