| Liebe Freunde,
in Ergänzung zum letzten Aufruf, möchte ich
Sie nochmals bitten, alle Möglichkeiten um Beistand gegen das Morden der Strassenhunde
auszuschöpfen. Viele von Ihnen haben bestimmt der E.U. geschrieben. Entweder
haben Sie gar keine Antwort erhalten, oder nur von Erweiterungskommissar VERHEUGEN.
Nämlich den unannehmbaren Schubladenbrief, dass "die Befugnisse der E.U. auf
dem Gebiet des Tierschutzes nur gelten z.B. für frei- bzw. wildlebende Tiere,
für Tiere, die zu wissenschaftlichen Zwecken benötigt werden, für artgerechte
Haltung von Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben, bei Transport und Schlachtung.
Aufgrund der begrenzten gemeinschaftlichen Zuständigkeiten liegen allerdings
viele Fragen in der alleinigen Kompetenz der Mitgliedstaaten. Die Kommission
hat deshalb aufgrund der Vertragslage auch keine rechtlichen Möglichkeiten,
diese Frage (Mord an Strassenhunden, meine Bemerkung) mit den rumänischen Behörden
zu erörtern. Ich bitte soweit um Ihr Verständnis".
Das ist skandalös
und dafür kann man kein Verständnis aufbringen!
Bitte machen Sie dies dem
E.U.-Präsidenten Romano PRODI
Fax 0032 2 295 85 32
E-Mail Romano.Prodi@cec.eu.int
klar sowie den Kommissaren
David BYRNE
Fax 0032 298 14 99
E-Mail David.Byrne@cec.eu.int,
Dr. Franz FISCHLER
Fax 0032 2 295 92 25
E-Mail Franz.Fischler@cec.eu.int
beide zuständig für Tierschutz,
Günter VERHEUGEN / Erweiterung
Fax 0032 2 298 11 99
E-Mail Guenter.Verheugen@cec.eu.int
und
Margot WALLSTRÖM / Umwelt
Fax 0032 2 298 18 99
E-Mail Margot.Wallstrom@cec.eu.int.
Verlangen Sie als Europabürger,
der schliesslich die E.U. mit seinen Steuergeldern finanziert,
den Schutz von Haustieren (Strassenhunde sind nichts
anderes als verlassene Haustiere) sofort verpflichtend
in das Gemeinschaftsrecht aufzunehmen. Dies ist unbedingt erforderlich,
da bekanntlich auch Mitgliedsländer der E.U., wie z.B. Spanien, Portugal und
Griechenland, äusserst grausam mit diesen Tieren verfahren. Ausserdem herrschen
in anderen E.U.-Kandidatenländern wie z.B. Ungarn, Tschechien, Polen ähnliche
Zustände wie in Rumänien und sind für die Kettenhundhaltung berüchtigt.
Solange es
keine Regelung für Haustiere gibt,
hat die E.U. wenigstens die ethisch-moralische Verpflichtung,
die Greuel an wehrlosen Hunden mit den rumänischen Behörden
sofort zu diskutieren, um zumindest offiziell das Entsetzen
der Europabürger darüber auszudrücken
und deren diesbezügliche Proteste zu unterstützen.
Bestehen Sie darauf, dass dies sehr wohl in
der Kompetenz der E.U. liegt und, dass die Kommissare auch Reprâsentanten der
Europabürger sind!!! Sie können die genannten E.U.-Autoritäten in einem einzigen
Brief ansprechen, der an alle gerichtet ist (Anrede: Herr Präsident, Frau Wallström,
Herr Byrne, Herr Dr. Fischler, Herr Verheugen). Das habe ich auch so gehandhabt.
Verlangen Sie
eine Antwort auf dieses und auf Ihr vorheriges Schreiben,
dazu sind die E.U.-Behörden verpflichtet.
Hinzufügen möchte ich noch, dass natürlich
noch weitere Ansprüche bezüglich Tierschutz an die E.U. gestellt werden müssen
(z.B. "Arbeitstiere" - in den osteuropäischen Staaten gibt es noch viele Pferde
und Esel -, Tiere im Zoo, Zirkus, Showbusiness, Leistungssport, Freizeitvergnügen
etc.). Dies aber jetzt anzusprechen, würde unsere Forderung
nach Schutz für die Strassenhunde verwässern und davon ablenken!
Bitte schreiben Sie
an Barbara STAMM, seit 1990 Beauftragte der Bayrischen Staatsregierung
für Rumänien. Sie ist für humanitäre Hilfsprojekte ehrenamtlich tätig und hat
dafür den hohen Orden "Stern von Rumänien" bekommen. Sie ist also dort angesehen
und respektiert. So sollte ihr Wort etwas gelten. Bitten Sie sie, die schrecklichen
Tötungsaktionen an den Strassenhunden bei den rumänischen Behörden anzusprechen,
bzw. bei Präsident ILIESCU und Premierminister NASTASE heftig zu protestieren.
Barbara STAMM kennt die Situation und weiss
bestimmt um die Verbundenheit der Strassenkinder mit ihren Hunden. Sie weiss
auch, dass BASESCU nicht nur die Hunde loshaben will,
sondern auch die Kinder! Sprechen Sie an, dass gleichfalls viele Kinder
Opfer der ausgelegten Giftköder sind, und dann unter schrecklichen Schmerzen,
nach langem Todeskampf - so wie die Hunde - ihr Leben lassen müssen.
Die Adresse:
Frau Barbara STAMM / MdL
Rumänienbeauftragte der Bayrischen Staatsregierung
Bayrischer Landtag
Maximilianeum
D-81627 München
Leider konnte ich, trotz aller Bemühungen,
weder ihre Fax-Nr., noch ihre E-Mail-Adresse herausfinden (in München meinte
man, sie habe keine...).
Von VIER PFOTEN bekam ich den Bescheid, dass
sie vorerst weitermachten in Rumänien. Die endgültige Entscheidnung stehe noch
aus. Jedoch hätten sie die Kastrationen in Bukarest vorübergehend eingestellt,
weil es wenig Sinn mache, die Tiere zu operieren, die dann weggefangen und getötet
würden. Sie halten nichts von Tierstationen, unterstützen diese folglich auch
nicht, weil damit nur Platz in den Strassen, für nachrückende Hunde von ausserhalb,
frei würde.
Unterdessen seien die Teams im benachbarten
Bulgarien mit Kastrationen tätig. Das Büro in Bukarest sei nach wie vor besetzt.
Die laufende grosse Protestkartenaktion (an Präsident ILIESCU) soll die politische
Lösung beschleunigen.
Leider sitzt BASESCU fest im Sattel und ist
kürzlich zum Präsidenten seiner Partei gewählt worden. Er ist mächtig und die
Aussichten auf seine Absetzung stehen schlecht. VIER PFOTEN beklagen die Passivität
der Bevölkerung und, dass uns "Europa" im Stich lässt.
Deshalb sind
Ihre Briefe an die E.U. so wichtig!
Mit besten Grüssen in tierschützerischer
Verbundenheit!
Uta Seier-Maltz
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