Das Morden geht weiter

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07.06.2001 Liebe Freunde,

leider gibt es nichts Neues aus Bukarest!

Das Morden geht weiter.

Es soll sogar schlimmer sein denn je.

Tagsüber werden die Hunde mit Drahtschlingen eingefangen und in die Todeslager abtransportiert. Die das überlebt haben, werden unbetäubt mit "Injektionen" von Magnesiumsulfat ins Herz traktiert. Von Straßenarbeitern, die nicht einmal eine vage Ahnung haben, wo sich das Hundeherz befindet... Nachts fallen dann zahlreiche Tiere den gezielten Vergiftungskampagnen zum Opfer.

Bis zu 100 Hunde sterben qualvoll pro Tag/Nacht.

Die Bevölkerung und die lokalen Tierschützer resignieren offensichtlich. Das Hundeabschlachten ist (fast) schon ein Teil ihres traurigen Alltags geworden. Damit rechnet Traian BASESCU, der Oberbürgermeister von Bukarest. Das Hundeproblem ist zum Politikum geworden und wird schamlos unter den Parteien ausgespielt. Gerüchtweise verlautet, dass einige verantwortliche Politiker BASESCU, den Schlächter von Bukarest, zwar öffentlich angreifen, hinter den Kulissen aber gemeinsame Sache mit ihm machen. Gegen einen solchen Sumpf anzugehen, den es übrigens vereinzelnd auch bei uns gibt, ist sehr schwierig. Obendrein wird die Berichterstattung (fast) aller Medien massiv beeinflusst. Das alles macht verständlich, dass sich BASESCU so lang halten kann.

Dennoch dürfen wir nicht mit unseren Protesten nachlassen,
denn darauf hoffen diese Herren!

Einzig Präsident ILIESCU ist guten Willens. Deshalb wird versucht, ihn an die Seite zu drängen. Er hat massenweise Proteste aus aller Welt erhalten, die er BASESCU zur Kenntnis gegeben hat. Dieser bekundete jedoch patzig im Fernsehen, dass ihm völlig egal sei, wie er weltweit beurteilt würde und, dass er "die Bevölkerung vor den Hunden zu schützen habe".

Bitte schreiben Sie umgehend nochmals an Präsident Ion ILIESCU (Fax 0040 1 221 15 97; E-Mail <procetatean@presidency.ro>). Im Beisein lokaler Presse, empfing er Ende Mai die italienischen RAI-Delegation mit dem Journalisten Emilio NESSI. Er versprach die Massaker zu beenden. Die entspr. italienischen Zeitung publizierte bereits "den Sieg"... Die Wirklichkeit ist jedoch unverändert hochdramatisch, siehe oben!

Fragen Sie, warum er sein Wort nicht hält, warum er BASESCU und seine Mordgesellen weiterhin gewähren lässt. Sagen Sie ihm, dass deshalb das Ansehen Rumäniens sehr gelitten habe und sich bereits jetzt erbitterter Widerstand gegen Rumäniens Aufnahme in die E.U. rege.

Bitten Sie ihn, und das ist sehr wichtig, dass er Druck auf das Parlament ausübt, damit das nationale Tierschutzgesetz schnellstens verabschiedet wird.

Nur mit diesem Gesetz können die Hunde künftig gerettet werden,
allen politischen Intrigen zum Trotz
.

Den Erlass von Premierminister NASTASE zur Behandlung von herrenlosen Hunden bitte nicht mehr zitieren. Dieser sei mittlerweile so verwässert und somit unakzeptabel geworden, sagte man mir (z.B. "aggressive Hunde sind sofort zu töten" - jeder Hund, der sich naturgemäß gegen das gewaltsame Fangen und Verschleppen wehrt, gilt somit als "aggressiv" und wird umgebracht!) Es würde sich an der jetzigen Situation nichts ändern. Es gäbe nur andere Ausreden...

Bitte also nur vom nationalen Tierschutzgesetz sprechen,
das dem Parlament seit langer Zeit zur Lesung vorliegt
und nun endlich in Kraft zu setzen ist
.

Bitte wenden Sie sich erneut an Premierminister Adrian NASTASE (Fax 0040 1 222 58 14; E-Mail <guv@kappa.ro>), gerade weil ihm ein doppeltes Spiel nachgesagt wird. Senden Sie ihm nochmals Ihr letztes Schreiben und fragen Sie ihn, warum er nicht antwortet und warum er nichts gegen das Abschlachten der Hunde unternimmt. Erwähnen Sie ruhig, dass er damit in  den Verdacht gerät, BASESCU zu unterstützen. Kopie davon an Präsident ILIESCU.

Nun noch ein Appell von Dr. Amir KHALIL / VIER PFOTEN: Für eine baldige Aktion in Bukarest sucht er ca. 20 Personen (keine Rumänen), die bereit sind, sich aktiv zur Rettung der Hunde zu engagieren. Nach Absprache können Reisekosten und Unterkunft übernommen werden. Wer also für kurze Zeit abkömmlich ist, melde sich bitte sogleich bei Dr. KHALIL, Tel.: 0043 664 346 14 46.   Abschließend danke ich allen, die Unterschriften für die Offline-Petition gesammelt und mir zugesandt haben. Eine angesehene Person des öffentlichen Lebens in Bukarest, wird die Unterschriften persönlich an Staatspräsident ILIESCU übergeben. Jedoch erst in der Woche nach dem 10. Juni 2001.

Wer also nochmals Unterschriften (sind wohlgemerkt nur im Zusammenhang mit der vollen Adresse gültig!) beibringen möchte, hat noch eine Woche Zeit.
Bitte an die C.I.F.A.M. senden (per Post: 10, chemin des Constantins, F-06650 OPIO/France oder per Fax: 0033 4 93 77 22 43). Unbeschriebene Petitionen sind bei mir via Fax erhältlich
(oder auf dieser Seite abrufbar - Anm. Hardy).

Bitte greifen Sie sofort zur Feder. Wir dürfen unsere Hunde nicht im Stich lassen! Jeder Tag bringt Qual und Tod über sie!

Vielen Dank und herzliche Grüße!
Uta Seier-Maltz

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