und das Morden geht weiter...

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03.05.2001 Liebe Freunde,

die Lage in Bukarest ist unverändert. Traian BASESCU hat die Direktorin der FONDATION BARDOT immerhin zu einem Gespräch empfangen, lehnt es aber strikt ab, das Kastrationsprojekt seitens der Gemeinde wiederaufzunehmen. Er dulde keine Hunde mehr auf den Strassen, ein Re-homing werde es nicht mehr geben, sagt er. Er will noch die französische Fängerequipe der S.P.A. anhören.

Und das Morden geht weiter.

Heute findet eine Demo im Zentrum von Bukarest statt. Leider wollen sich ultranationale und andere extremistische Gruppen anhängen. Damit besteht Gefahr, dass die Demo nicht mehr friedlich verläuft, wie beabsichtigt, dass sie ins rein Politische abgleitet und, dass der eigentliche Protest gegen das Hundemassaker dabei untergeht! Hoffen wir also, dass es weder zu Provokationen, noch zu Zusammenstössen kommt.

Und das Morden geht weiter...

Bitte schreiben Sie erneut Protestbriefe an Premierminister Adrian NASTASE. Bitte fordern Sie ihn auf, das Nationale Gesetz schnellstens und kompormisslos zur Anwendung zu bringen,  das Dr. Liviu HARBUZ (sein Berater für Tierangelegenheiten) zur Behandlung der Strassenhunde ausgearbeitet hat (u.a. in Zusammenarbeit mit der W.S.P.A.).

Diese gesetzlichen Bestimmungen regeln Fang, Transport, Unterbringung und Euthanasie. Diese Bestimmungen sind in allen aufgeführten Punkten wirklich gut. Allerdings haben sie einen Haken! Sie sehen nämlich die Euthanasie von alten, kranken, schwerverletzten und aggressiven Tieren vor (korrekt ausgeführt, nur von einem Tierarzt unter Anwendung der richtigen Medikamente!) und auch von den Hunden, die nach vierzehn Tagen Aufenthalt im Tierheim, keinen Platz gefunden haben = leider europäische Norm!

Dieses Nationale Gesetz ist die einzige Möglichkeit,
um das grausame Morden schnell zu beenden.

Dann haben die meisten der betroffenen Tiere eine Chance und die anderen wenigstens einen "gnädigen" Tod.

Es bleibt uns keine Wahl, wir müssen dieses Gesetz akzeptieren! Für möglichst viele Adoptionen müssen die lokalen Tierschützer sorgen und Auswege suchen. Da ergeben sich bestimmt Lösungen.

Jetzt aber, werden alle Hunde brutalst hingerichtet und damit muss Schluss sein!

Sprechen Sie bitte auch nochmals das jetzige schlechte Image von Rumänien im Ausland an, nachdem internationale Medien häufig über die barbarische Ausrottungskampagne von den wehrlosen Strassenhunde berichten. Schreiben Sie also bitte dem Premierminister.

Seine Adresse:
Adrian NASTASE, Piata Victoriei 1, Bucuresti, Romania,
Fax 0040 1 222 58 14 oder 0040 1 231 69 81,
e-mail:guv@kappa.ro

Senden Sie bitte eine Kopie, mit einem kurzen Anschreiben, an Dr. Livui HARBUZ, Berater des Premierministers und Direktor der ILIOARA-KLINIK, Strada Ilioara 16E, Bucuresti, Romania, Fax 0040 1 348 05 30. Das wird ihn motivieren, seinerseits auf den Premierminister einzuwirken. Er hat mir am Telefon versprochen, sich einzusetzen, dass dieses Nationale Gesetz innerhalb einer Woche in Kraft tritt, betonend, dass nur damit BASESCUs Mordbefehl unwirksam gemacht werden kann!

Es eilt, denn das Morden geht weiter!

Verschiedenes:
Dr. Amir KHALIL hat eine neue Handy-Nr. für Rumänien: 0040 93 59 59 58, seine vorherige hat Anca TOMESCU übernommen, seine Assistentin: 0040 92 65 63 46. ANCA ist sehr zuverlässig, engagiert und liebenswürdig. Manchmal ist es besser mit ihr zu verhandeln, da Dr. KHALIL überbeschäftigt ist. Allerdings spricht sie "nur" Englisch und Rumänisch.

Zur kostengünstigen und unkomplizierten Abwicklung der Hilfstransporte, mögen sich bitte alle diejenigen melden, die einen solchen planen oder selbst nach Rumänien fahren, damit event. etwas aus der entsprechenden Region zugeladen werden kann. Wer Erfahrungen mit günstigen, zuverlässigen Speditionen hat, die nach Osteuropa fahren, melde das bitte ebenfalls, mit Angabe des betreffenden Standortes. Von Aktivisten, die vor Ort tätig sein möchten, werden immer wieder Mitfahrgelegenheiten gesucht. Vielleicht können wir dafür und für die Warentransporte, gemeinsam ein Netz über D, A und CH erarbeiten, damit möglichst wenig Spesen anfallen und möglichst viel den Tieren direkt zukommt.

Alle paar Wochen gehen Transporte von München/D und Wien/A aus. Bitte kontaktieren Sie
für München:
BUND GEGEN MISSBRAUCH DER TIERE,
Tel. (0049) 89/ 38 39 520, Fax (0049) 89/ 38 39 52 23;
für Wien: VIER PFOTEN,
Tel. (0043) 1/ 89 50 20 20, Fax 0043 1/ 89 50 20 299.

Bitte beachten Sie noch, dass Wäsche, Kleider etc. gewaschen und in gutem Zustand sein müssen. Abgelaufene Medikamente dürfen wir, wegen der strengen rumänischen Vorschriften, leider nicht annehmen.

Radu PETRE aus CURTEA DE ARGES hat viele unter Ihnen um Hilfe gebeten, wegen der herrenlosen Hunde dort. Die engagierte italienische Tierschützerin Aurora BRIZZI, die schon in PITESTI tätig ist, will sich nun auch um das, nicht weit davon entfernte CURTEA DE ARGES kümmern. Sie hat bereits persönlich mit dem Bürgermeister Kontakt aufgenommen, der sehr entgegenkommend war. Am 20. Mai 2001 entscheidet der Gemeinderat über das Kastrationsprojekt. Die Zustimmung ist gewiss. Mit finanzieller Hilfe der Stadt, kann AURORA allerdings kaum rechnen, wird aber die marode Tierstation bekommen. Bitte helfen Sie, wenn möglich, mit Geld- und/oder Sachspenden, um diese Hunde zu retten! Hier ist die Anschrift von Aurora BRIZZI, auch für nährere Informationen: Via Levate 13, Vernazzano, I-06069 TUORO SUL TRASIMENO, Perugia/Italia, Tel. und Fax: 0039 0 75 828 586 (die 0 vor 75 unbedingt mitwählen).

Sagen oder schreiben Sie unterdessen dem Radu PETRE, dass er, über AURORA, von uns moralische und finanzielle Unterstützung erhält, wenn er mit ihr zusammenarbeitet. Senden Sie ihm bitte kein Geld, wir tun dies nie. Das ist kein Misstrauen, aber erfahrungsgemäss meinen es die lokalen Tierschützer zwar gut, sind aber total unprofessionell. Aber gut gemeint reicht nicht, besonders nicht im Tierschutz!

Herzlichen Dank einmal mehr für's Mitmachen. Hoffentlich haben wir bald Erfolg gegen Traian BASESCU, den Schlächter von Bukarest!!!

Uta Seier-Maltz
Tel. 0033 4 93 77 36 15 Fax 0033 4 93 77 22 43   

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