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26.02.2001 Liebe Freunde,

Tierelend in Rumänien und kein Ende!

Als Ergänzung zu gestern darf ich noch meine Entdeckung anfügen, dass der Premierminister NASTASE Ehrenpräsident des Fischerei- und Jagdvereins ist. Jedenfalls ist es sehr gut, wenn er die Kopien der Briefe an "seinen" Verein erhält. Wer noch nicht geschrieben hat, kann an seine zusätzliche Verantwortung durch das Ehrenpräsidenten-Amt appellieren. Nach wie vor ist unklar, wer die "Mörderbanden" auf die Strasse geschickt hat und wie's in Bukarest weitergeht. Wer meine (englischen) Briefe als Muster haben möchte, bitte melden.

Heute habe ich einen erneuten Protestaufruf erhalten, betreffend die Stadt GIURGIU. Bitte schreiben Sie an den Bürgermeister, Herrn ILIESCU (ja, er heisst so wie der Staatspräsident), Fax 0040 46 215 405.

Dr. KHALIL von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN/Austria ist letzte Woche mit dem O.P.-Bus dorthin gefahren und hat 71 Hunde kastriert. Helfer kümmern sich täglich um die Nachsorge und füttern die Tiere auch. Sie haben zu ihrem Entsetzen festgestellt, dass täglich neue Hunde eingefangen und in das Auffanglager, genannt Tierheim, gesteckt werden. Die Käfige dort haben kein Dach und bieten keinerlei Schutz vor der Witterung. Es ist jetzt kalt in Rumänien und schneit häufig. Die Tiere erhalten weder Wasser noch Futter, bis jeden Freitag das Todeskommando anrückt und die Tiere grausam umbringt. Also bleiben die am Montag gefangenen Tiere 5 Tage ohne Nahrung und Wasser, die anderen entsprechend dem Fangtag!!!

Der Bürgermeister weigert sich sogar, die kastrierten und markierten Tiere freizulassen. Bitten Sie ihn höflich darum und, dass er doch die Tötungen einstellen und dafür Kastrationen durchführen soll. Ausserdem muss das "Tierheim" verbessert werden. Er bekommt Hilfe, ausserdem hat er die Verpflichtung für die Tiere zu sorgen und auch ein Budget dafür.

Heute kann noch ein rührender Hilferuf aus CURTEA DE ARGES. Mit einigen Variaten ist es dort ebenso schrecklich. Der neu gegründete Verein namens "ASOCIATION CHINOLOGIQUE" bittet um moralische, aber auch um finanzielle Hilfe, um ein Tierheim erstellen und Tiere kastrieren zu können. Der Präsident, Radu PETRE, ist verzweifelt, weil die Gemeinde jede Hilfe versagt.

Obwohl ein "Hundebudget" vorgesehen ist, hat die Gemeinde angeblich kein Geld, weil dieses irdendwo versickert ist. Bitte schreiben Sie dem Radu PETRE, dass Sie ihn moralisch unterstützen. Die Briefe sollen event. dem Bürgermeister präsentiert werden. Wer kann schreibt bitte auf Französisch oder Englisch, sonst Deutsch. Fax: 0040 48 722 509.
 
Sie sehen, dass die Not der Rumänenhunde gross ist und in die kleineren Städte unbedingt Hilfe brauchen. In Bukarest ist bereits "alles" vorhanden, ausser manchmal der gute Wille.
Wer unter Ihnen (meine vor allem die Vereine)kann einer dieser Städte helfen, d.h. den dortigen bemühten Tierschützern? Es muss dann eine zuverlässige Kontaktperson gefunden werden. Wohlgemerkt nie Geld, sondern nur Sachspenden geben.

Die Leitung des Internationalen Komitees berät sie gern. Wenn Sie interessiert sind, wenden Sie sich bitte zunächst an mich. Mit schon wenig Mitteln, kann man viel erreichen. Bin Ihnen zutiefst verbunden, für Ihre Antwort.

Das war's für heute und ich hoffe, Ihnen nächstens gute Nachrichten übermitteln zu können.

Mit nochmaligem Dank und besten Grüssen!

Uta Seier-Maltz

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