| 30.05.2001 |
Liebe
Freunde,
bitte
verbreitet diese Pressemitteilung an alle Euch bekannten Medien, solange
sich die Situation in Bukarest nicht ändert!. Die Welt muss erfahren, wie
ein Land, das die Aufnahme in die Europäische Union anstrebt, grundlegende
ethische Gesetze missachtet.
Verleiht
Eurem Protest Ausdruck, indem Ihr an alle, Euch wichtig erscheinenden
Stellen, über die Situation in Rumänien / Bukarest informiert und um Hilfe
bittet, dem Massaker an den Streunerhunden - den besten Freunden des
Menschen - ein Ende zu bereiten. Einige wichtige Adressen findet Ihr auf den
Webseiten unserer Initiative.
Wir bedanken
uns im Namen der Streunerhunde für Eure Mithilfe.
Hardy 'Knuddelbacke'
für „Hand-und-Pfote“ |
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Pressemitteilung
Das Leben von ca.
200.000 Streunerhunden auf Bukarests Straßen ist in Gefahr, weil der
Oberbürgermeister der Rumänischen Hauptstadt deren Tötung angeordnet hat. Er
brach damit einen Vertrag, den er am 1. März 2001 unter dem internationalen
Druck engagierter Bürger mit der länderübergreifend agierenden
Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ und der „Fondation - Brigitte Bardot“
unterzeichnet hatte. Der Vertrag sieht vor, innerhalb von zwei Jahren
100.000 Streunerhunde zu kastrieren, zu kennzeichnen und wieder an ihren
angestammten Plätzen auszusetzen. Den genauen Wortlaut finden Sie im
Internet auf www.hand-und-pfote.de.
Dem
vorausgegangen war die Ankündigung Basescus, ab 1. März 2001 alle alten und
kranken Hunde töten zu lassen. Gesunde Hunde würden zehn Tage verpflegt.
Wenn sich bis dahin kein Besitzer gemeldet hat oder ein Verein oder eine
Privatperson die Verantwortung für den Hund übernimmt, werden auch diese
getötet.
Am 19. April
2001 begann der Bukarester Oberbürgermeister Traian Basescu ohne
Vorankündigung Hunde, die sich bereits in Obhut der vor Ort tätigen
Tierschutzorganisationen befanden, töten zu lassen. Trotz starken
internationalen Protests werden täglich ca. 100 Hunde auf grausame Weise,
durch Erwürgen mit Drahtschlingen oder Injektionen von Magnesiumphosphat ins
Herz, was einen qualvollen Tod zur Folge hat, umgebracht. Einige Bürger
fühlen sich durch das Vorgehen des OB ermutigt, ihrerseits Hunde zu töten,
indem sie diese erschlagen, erschießen oder mit dem Auto überfahren.
Am 22. April
2001 gab Basescu bekannt, dass ab sofort alle eingefangenen Streunerhunde
unverzüglich getötet werden und er nicht länger zum Dialog mit den
Vertragspartnern bereit ist. Zur Begründung gab er u. a. ökonomische
Probleme an. Allein im Monat April wurden ca. 1.000 Hunde auf o. a. Weise
getötet und das Morden geht weiter, auch jetzt, in diesem Moment!
Eine Umfrage
unter der Bukarester Bevölkerung ergab, dass sich 86 % der Einwohner der
Hauptstadt für das Kastrationsprogramm ausgesprochen haben. Herr Basescu
stellt sich mit der Massentötung nicht nur gegen die Mehrheit der Bukarester
Bürger, sondern auch gegen den Rumänischen Premierminister, Herrn Adrian
Nastase, dessen Erlass für die Straßenhunde ausdrücklich bestimmt, dass nur
Tierärzte Hunde „euthanasieren“ dürfen - Basescu aber hat eine
Straßenreinigungsfirma damit beauftragt! Er stellt sich damit ebenso gegen
das Dekret der Deputiertenkammer von 1998 zum Schutz der herrenlosen Hunde
und gegen den Gemeinderat Bukarests, der das Kastrationsprogramm wünscht.
Tatsache ist,
dass diese Tötungsaktion nicht zur Beseitigung der Bukarester Streunerhunde
führen wird, da nachgewiesen ist, dass freiwerdende Reviere von
nachdrängenden Hunden besetzt werden und sich somit schnell eine neue
Population aufbauen wird. Basescus Vorgehen ist nicht nur ethisch
verwerflich, sondern sachlich nicht zu begründen.
Wir würden es
sehr begrüßen, wenn Sie über die dramatische Lage in Rumänien berichten und
so einen größeren Kreis der Bevölkerung auf die Zustände in einem Land
aufmerksam machen, das die Aufnahme in die Europäische Union anstrebt, sich
aber nicht an internationale Tierrechte hält und selbst nicht davor
zurückschreckt, die Tötungsaktionen vor den Augen ihrer Kinder in den
Straßen von Bukarest durchzuführen. |
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