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Freitag, den 8. Juni 2001 schlagen die Hundefänger
im Viertel Militari zu. Ein Transporter vom Tierheim Pallay erscheint am Morgen
und schnappt mehrere Hunde in der Nähe des Marktplatzes Vetrerani, auf der Strasse
Dealul-ugulea.
Die Hundefänger schnappen nur zahme Hunde.
Manche von ihnen sogar sterilisiert . Arme Leute, Zeitungsverkäufer, Gemüseverkäufer,
verstecken die Hunde, streiten sich mit den Hundefängern aber diese lassen nicht
locker und schaffen es doch ein paar Hunde zu fangen und in dem Transporter
zu stecken.
Das Schicksal der eingefangenen Hunde ist
gut bekannt, im Tierheim Pallady angekommen werden die Hunde gleich umgebracht.
Deswegen geben diese Menschen den Hundefängern Schmiergeld, 200.000 Lei und
ein paar Hunde werden befreit. Ein anderer entwischt aus dem Transporter.
Leider kommt eine Alte, die scheinbar etwas
gegen die Straßenhunde hat, sie zeigt den Hundefängern ein Ort, wo sich eine
Hündin mit ihren kleinen Welpen befindet . Sie nehmen diese samt den Welpen
und werfen sie brutal in ihr Auto, wo noch viele Hunde aus anderen Gegenden
Bukarests sind.
Die Verkäufer, die Passanten versuchen die
Hündin zu retten aber diesmal wollen die Hundefänger keinen Hund mehr freilassen.
Furchtbare Szenen haben sich heute morgen vor den Augen der Bürger abgespielt
. Die erschrockenen Hunde wurden mit Schlingen gefangen, sie schrieen erschrocken,
versuchten zu entwischen, die Menschen versuchten ihnen zu helfen ...
Ich als Bürger Bukarests frage mich, wie weit
es noch kommen muss, dass dieses Massaker aufhört ?
Die Bürger bezahlen den Hundefängern Geld
aus eigener Tasche, sodass die Hunde freigelassen werden, ist das nicht ein
Zeichen, dass die meisten Menschen nicht mit dem Vorgehen des Bürgermeisters
einverstanden sind?
Das ist Bobi.
Er ist einer der Hunde der selber
aus dem Auto der Hundefänger fliehen konnte. Er hat sich seit 12 Jahren in meinem
Wohnblock niedergelassen; er schläft vor meiner Tür und den Tag verbringt er
vor dem Wohnblock . Er wurde unzählige Male von meinen Nachbarn geschlagen aber
er ist nie weggegangen . Er hat noch 4 Zähne, Gesundheitsprobleme aber das verhindert
ihn nicht daran, alle Cockerhündinnen bei ihrem Spaziergang zu begleiten.
Andreea Ungureanu
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