Die Hundefänger schlagen wieder zu

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08.06.2001 Bericht von Andreea Ungureanu

Bukarest 8. Juni 2001

Freitag, den 8. Juni 2001 schlagen die Hundefänger im Viertel Militari zu. Ein Transporter vom Tierheim Pallay erscheint am Morgen und schnappt mehrere Hunde in der Nähe des Marktplatzes Vetrerani, auf der Strasse Dealul-ugulea.

Die Hundefänger schnappen nur zahme Hunde. Manche von ihnen sogar sterilisiert . Arme Leute, Zeitungsverkäufer, Gemüseverkäufer, verstecken die Hunde, streiten sich mit den Hundefängern aber diese lassen nicht locker und schaffen es doch ein paar Hunde zu fangen und in dem Transporter zu stecken.

Das Schicksal der eingefangenen Hunde ist gut bekannt, im Tierheim Pallady angekommen werden die Hunde gleich umgebracht. Deswegen geben diese Menschen den Hundefängern Schmiergeld, 200.000 Lei und ein paar Hunde werden befreit. Ein anderer entwischt aus dem Transporter.

Leider kommt eine Alte, die scheinbar etwas gegen die Straßenhunde hat, sie zeigt den Hundefängern ein Ort, wo sich eine Hündin mit ihren kleinen Welpen befindet . Sie nehmen diese samt den Welpen und werfen sie brutal in ihr Auto, wo noch viele Hunde aus anderen Gegenden Bukarests sind.

Die Verkäufer, die Passanten versuchen die Hündin zu retten aber diesmal wollen die Hundefänger keinen Hund mehr freilassen. Furchtbare Szenen haben sich heute morgen vor den Augen der Bürger abgespielt . Die erschrockenen Hunde wurden mit Schlingen gefangen, sie schrieen erschrocken, versuchten zu entwischen, die Menschen versuchten ihnen zu helfen ...

Ich als Bürger Bukarests frage mich, wie weit es noch kommen muss, dass dieses Massaker aufhört ?

Die Bürger bezahlen den Hundefängern Geld aus eigener Tasche, sodass die Hunde freigelassen werden, ist das nicht ein Zeichen, dass die meisten Menschen nicht mit dem Vorgehen des Bürgermeisters einverstanden sind?

Das ist Bobi.

Er ist einer der Hunde der selber aus dem Auto der Hundefänger fliehen konnte. Er hat sich seit 12 Jahren in meinem Wohnblock niedergelassen; er schläft vor meiner Tür und den Tag verbringt er vor dem Wohnblock . Er wurde unzählige Male von meinen Nachbarn geschlagen aber er ist nie weggegangen . Er hat noch 4 Zähne, Gesundheitsprobleme aber das verhindert ihn nicht daran, alle Cockerhündinnen bei ihrem Spaziergang zu begleiten.

Andreea Ungureanu

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