| 25.02.2001 |
Liebe Freunde,
bei Ihnen möchte ich mich für ihre Hilfe
und die Anfragen bedanken, die ich möglichst mit diesem Aufruf beantworten
werde, spezielle kommen morgen dran.
Gemäss meiner Erkundigungen geht es in Bukarest
drunter und drüber. Im Schutz der Nacht ziehen "Mörderbanden" durch die Strassen
und fangen die Hunde mit Würgeschlingen aus Draht, um sie dann erbarmungslos
zu erdrosseln, zu erschlagen oder zu zerstückeln. Diese Fänger haben nichts
mit der städtischen A.S.A. (zuständig für die Strassenhunde) zu tun. Es handelt
sich um private Strassenreinigungsfirmen. Es fragt sich nur, wer sie beauftragt
hat. Der Oberbürgermeister? Einer aus seinem Amt? Einer von den Sektorenbürgermeistern?
Gleichviel, Oberbürgermeister Basescu ist dafür verantwortlich. Ausserdem
beteiligt sich der örtliche Jagdverein an dem Massaker, die Hunde in abgeriegelte
Hinterhöfe treibend, wo sie erbarmungslos abgeknallt werden.
Das alles ist so fürchterlich, zumal sich
die Bevölkerung zusehends aufhetzen und manipulieren lässt. Das aber nur zu
Ihrer Information, bitte nicht im Brief erwähnen. Es sieht also auch in dieser
Hinsicht nicht gut aus.
Dennoch dürfen wir nicht aufgeben. Bitte
helfen Sie nochmals durch Ihre höflich gehaltenen Briefe mit, die Hunde zu
retten.
Bitte schreiben Sie an Oberbürgermeister
BASESCU, warum er diese gesetzeswidrigen Massaker zulässt und fragen Sie ihn,
wer dafür verantwortlich ist. Das ist besser, als ihn direkt zu beschuldigen,
so bleibt ihm ein Hintertürchen. Die Tötungsaktionen verletzen den Erlass
der Deputiertenkammer von 1998, zum Schutz der Strassenhunde, und die Resolution
des Premierministers zur Behandlung der Strassenhunde, ganz abgesehen von
deren menschlicher und moralischer Verwerflichkeit. Erst bei dem letzten Treffen
mit den Tierschützern, mit grosser Medienpräsenz, war BASESCU einverstanden,
die Kastrationen/Sterilisationen im grossen Stil fortzusetzen. Die Modalitäten
sollten mit dem Direktor der A.S.A. ausgearbeitet werden. Auf gezielte Anfrage
unserer Vizepräsidentin, Dr. Monika KOLLER, versicherte er, dass die zum schmerzlosen
Einschläfern benötigten Medikamente bis spätestens 10. März 2001 in Rumänien
zugelassen und zur Verfügung stehen würden. Warum müssen, entgegen allen Abmachungen,
sadistische Tötungen, wie damals unter Ceausescu üblich, durchgezogen werden?
Bitte von Ihren Schreiben, auch von dem
an den Jägerverein, eine Kopie an Premierminister NASTASE und eine an Dr.
KHALIL (Intern. Komitee zur Rettung der Strassenhunde).
Hier die Adressen:
Oberbügermeister Traian BASESCU,
Fax: 0040 1 312 00 30;
Premierminister Adrian NASTASE,
Fax: 0040 1 222 58 14 oder 0040 1 231 69 81
(bitte fügen Sie der Kopie an NASTASE nur einen oder zwei Sätze über Ihr Entsetzen
an, ihn bittend, von den Schreiben Kenntnis zu nehmen);
ASCOCIATA GENERALA A VANATORILOR SI PESCARILOR
DIN ROMANIA (Jagdverein),
Präsident Nicolae SELARU,
Fax 0040 1 313 68 04;
Dr. Amir KHALIL, Fax 0040 1 323 76 34.
Anbei finden Sie meinen Protestbrief an
den Oberbürgermeister. Sie können natürlich auch auf Deutsch oder Französisch
schreiben.
[Thema Grundmann entfernt - H. John]
Das schlimme Beispiel von Bukarest macht
Schule in ganz Rumänien. Aus PITESTI kommt ein verzweifelter Hilferuf, dass
in den nächsten Tagen 800 Strassenhunde grausam getötet werden. Es sind letztlich
Strassenhunde vom Zoopersonal, unter der Leitung des Tierarztes Dr. Ion MARTIN,
gemeuchelt wurden und zwar, gemäss Laboruntersuchungen, durch eine Spritze
mit "Formol" ins Herz. Die Körper von 2180, auf diese Weise hingerichteten
Tieren sind in den städtischen Abwasserkanälen, auf dem Gebiet des Tierparks
gefunden worden. Trotz aller Proteste wurden die Schuldigen weder zur Verantwortung
gezogen, noch verurteilt. Bitte besuchen Sie die Webseite der Tierschutzorganisation
"ANIMA"
http://roanima.hypermart.net/Franceza.htm
oder
http://roanima.hypermart.net/Petitie_fr.htm (für die Petition);
Die e-mail adresse <fundatia_anima@hotmail.com>,
falls es über Internet nicht klappt, senden Sie Ihre Adresse und Unterschrift
und, dass Sie sich der Petition zur Rettung der Strassenhunde anschliessen,
die deren Kastration/Sterilisierung und Unterbringung in Tierheimen fordert.
Die Gemeinde PITESTI wird aufgefordert, das direkte und indirekte Morden einzustellen
(Hunde lässt man auch, eingesperrt in eine ehemalige Fuchsfarm, verhungern
und verdursten) und ANIMA bei ihrem Projekt in jeder Hinsicht, auch finanziell,
zu unterstützen. Leider hat ANIMA keine Tel.- oder Fax-Nummer angegeben.
Nochmals herzlichen Dank für Ihre Mithilfe,
bin ganz besonders betroffen, da wir eine rumänische Hündin adoptiert haben.
Die Vorstellung, dass ihre Schwestern und Brüder hingemordet werden, ist unerträglich.
Uta Seier-Maltz
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