| 14.02.2001 |
URGENT URGENT URGENT URGENT
Bitte verbreiten!
Liebe Freunde,
zuerst Ihnen allen herzlichen Dank für Ihre
zahlreichen Proteste zur Rettung der Straßenhunde. Es ist jedoch erforderlich,
erneut in höflicher Form zu schreiben
(die Briefe
sollten vor dem 19.02.2001 in Bukarest vorliegen),
und zwar diesmal an den Staatspräsidenten
Ion ILIESCU (er ist unserem Kastrationsprojekt gewogen) und nochmals
an den Premierminister Adrian NASTASE (er scheint zu bemerken, dass
er eine Lawine losgetreten hat).
Zur Sache: Am Montag hat Oberbürgermeister
Traian BASESCU die Abordnung der Tierschützer empfangen und ca. 3 Stunden
lang angehört. Für kommenden Montag, den 19.02.2001, hat er sie nochmals bestellt.
Das beweist zumindest die Bereitschaft eine Lösung herbeizuführen.
Unterdessen ist das Hundeproblem zum Politikum
geworden. Die Bevölkerung ist gespalten in Hundefreunde und Hundehasser, vereinfacht
ausgedrückt. Letztere behaupten, dass im vergangenen Jahr 22'000 Menschen
gebissen worden seien. Allerdings ist nicht ausgewiesen, ob es Straßenhunde,
Privathunde oder sogenannte "Kampfhunde" (die hauptsächlich von Zuhältern
gehalten und auf die illegalen "Kämpfe" mit "unseren" Straßenhunden als "Partner"
vorbereitet werden - wogegen wir mehrmals protestiert haben, aber auf taube
Ohren gestoßen sind) waren und auch nicht, ob die Tiere provoziert, d.h.
gequält oder misshandelt worden sind, also sich nur gewehrt haben.
Bitte erklären Sie den Herren, dass Rumänien
überhaupt kein schlechtes Image wegen der Straßenhunde hat (wie von der franz.
Zeitung "LIBERATION" behauptet), im Gegenteil, es aber sehr schnell bekäme,
wenn der Canozid durchgeführt würde, anstatt der Geburtenkontrolle durch korrekte
Kastrationen/Sterilisationen (bitte schreiben Sie "korrekt", weil Operationen
auch als "indirekte Tötungen" realisiert werden können).
Ebenfalls ist es äußerst wichtig, zu verlangen,
dass die behandelten Hunde in ihre angestammten Quartiere zurückgebracht werden,
wo sich die Menschen um sie kümmern. Der Plan, notarielle Patenschaften zu
fordern, womit die Verantwortung für die Tiere - wenn sie z.B. jemanden beißen
- übernommen werden muss, ist unrealistisch, ebenso wie, dass die Menschen
"ihre" Hunde in den Tierstationen abholen sollen. Denn es ist unbestimmt,
in welches der 5 Heime die Tiere verbracht worden sind. Außer einem (BAZA
PALLADI), sind diese bis 40km von Bukarest entfernt. Für Leute ohne Privatauto,
also für die Majorität, sind sie kaum oder schlecht mit öffentlichen Verkehrmitteln
zu erreichen. Nur ein einziges Heim zu besuchen, bedeutet schon eine Tagesreise.
Außerdem dürfen die Tiere auf dem Heimweg nicht im Bus mitgenommen werden.
Führen Sie bitte eindringlich aus, dass
die öffentlich geäußerte Absicht, die Hunde in der Hauptstadt Bukarest auszurotten,
den anderen Städten Rumäniens nun als Freibrief dient, die Tiere grausamst
zu töten (vergiften, erschlagen, lebend verbrennen, in Kanälen ertränken,
einsperren und verhungern lassen etc.). Das rumänische Fernsehen hat z.B.
über PITESTI berichtet, wo es an schlimmsten sein soll. Weitere Städte sind
PLOIESTI, TULCEA, TARGU-MURES, BUFTEA, CALARASI, IASI, TARGU JIU, GIURGIU
- nur um einige zu nennen.
Machen Sie nochmals deutlich, dass Rumänien
alle Sympathien verlieren wird und damit jeglichen Beistand für den geplanten
Eintritt in die EU, wenn die Massaker im ganzen Land nicht sofort gestoppt
werden, wozu Präsident und Premierminister die Macht haben.
Zudem muss
das bereits vorliegende nationale Tierschutzgesetz endlich ratifiziert werden,
um aller Tierquälerei einen Riegel vorzuschieben.
Die Adressen (mehrmals geprüft und deutlich
geschrieben):
Herr Ion ILIESCU, Staatspräsident der Republik
Rumänien
Fax 0040 1 22115 97,
Herr Adrian NASTASE, Premierminister
Fax 0040 1 222 58 14,
und bitte wieder Kopien an Dr. Amir KHALI,
Präsident des Internationalen Komitees zur Rettung der Straßenhunde Rumäniens,
Fax 0040 1 323 76 34.
Danke fürs Mitmachen. Sie werden über den
Fortgang informiert. Herzliche Grüße!
Uta Seier-Maltz/C.I.F.A.M.
Tel. 0033 4 93 77 36 15,
Fax 0033 4 93 77 22 43
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Sehr geehrter Herr
xxxxxxx,
Mit großem Entsetzen musste ich die Ankündigung des
Bürgermeisters von Bukarest, Herrn Basescu zur Kenntnis nehmen, dass die Streunerhunde
in der rumänischen Hauptstadt eingefangen und getötet werden sollen, falls
sich niemand der Tiere annimmt und auch nachweist, dass er finanziell dazu
in der Lage ist.
Ich bitte Sie aus ganzem Herzen, dafür Sorge zu tragen,
dass mit den Tierschutzorganisationen vor Ort eine Lösung erarbeitet und umgesetzt
wird, die das Recht der Tiere auf Leben respektiert.
Mir ist keine Veröffentlichung bekannt, wo schlecht
über Rumänien wegen seiner Streunerhunde berichtet wird, eine Tötung der Hunde
könnte dies aber bewirken.
Haben Sie wirklich Bedenken über die Berichterstattung
der Medien über das Streunerhundeproblem? Sollten Sie nicht viel mehr Bedenken
haben über einen Bericht der die Tötung des „besten Freundes des Menschen“
zum Inhalt hat?
Bitte sorgen Sie für die Verwirklichung der bestehenden
Hilfsangebote verschiedener Tierschutzorganisationen zur korrekten
Kastration der Hunde und Wiederaussetzung an ihre angestammten Plätze.
Eine Tötungsaktion in Bukarest würde anderen Städten
Rumäniens als Vorbild dienen und unermessliches Leid über weitere hunderttausende
Hunde bringen.
Die europäische Öffentlichkeit schaut wegen des geplanten
Beitritts Rumäniens zur EU auf Ihr Land. Sorgen Sie bitte für die Verabschiedung
und Durchsetzung des nationalen Tierschutzgesetzes als Voraussetzung für diesen
Schritt.
In der Hoffnung auf eine Lösung im Sinne der Streunerhunde
verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
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