Aufruf von Frau Seier-Maltz

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08.02.2001 Liebe Freunde,

gestern fand vor dem Rathaus in Bukarest eine Protestdemonstration mit ca. 300 Teilnehmern statt, gegen die Tötungsabsichten von Straßenhunden, seitens des Ober- Bürgermeisters. Dieser gewährte der Abordnung von internationalen Tierschützern ein Rendezvous, in dem er seine Bereitschaft erklärte, über das Hundeproblem zu verhandeln und einzulenken, wenn ein brauchbares und wirksames Programm präsentiert würde. Für kommenden Montag wurde ein erneutes Treffen mit den Tierschützern vereinbart. Der Bürgermeister erwartet dann konstruktive Vorschläge und ist bereit, ein Großprojekt von Kastrationen zu unterstützen, bzw. zu finanzieren. Aber, er möchte weniger Hunde in den Strassen sehen. Es sind auch Patenschaften für Hunde im Gespräch, übernommen von Vereinen und/oder Privatpersonen.

Wir müssen nun die Chance nützen und beweisen,
dass wir die Tiere nicht im Stich lassen.
Wir müssen für sie kämpfen!

Bitte schreiben Sie jeweils einen höflichen Brief (möglichst in Englisch - Deutsch geht aber auch - bitte ohne Anschuldigungen und Beleidigungen) an den Bürgermeister BASESCU und an den Premierminister NASTASE, mit der Bitte von den grausamen, menschenunwürdigen Tötungsaktionen abzusehen, die ohnehin nur kurzfristigen Erfolg zeitigen werden, da Hundemeuten aus Nachbargemeinden nachrücken.

Verweisen Sie auf den Vertrag, den die Gemeinde Bukarest mit dem "Internationalen Komitee zur Rettung der herrenlosen Hunde von Bukarest" abgeschlossen hat, mit dem Vorgänger von Basescu. Dieser Vertrag ist nach wie vor gültig und ein entgegengesetztes Vorgehen bedeutet Vertragsbruch. Dieser Vertag besagt u.a., die herrenlosen Hunde im großen Stil zu kastrieren/sterilisieren und zu impfen. Nach der postoperativen Behandlung sind die Hunde in ihre angestammten Quartiere zurück zu bringen, wo sie von der Bevölkerung betreut und gefüttert werden. Die behandelten Hunde sind registriert, mit einem gut sichtbaren Ohrschnitt versehen, viele auch noch mit unzerreißbaren Halsbändern (rot die Weibchen und blau die Männchen).

Wenn Sie Vorschläge und Ideen haben, bitte bringen Sie diese ein. Bitten Sie den Oberbürgermeister, als neuen Direktor für die A.S.A. (die Belange der Straßenhunde) eine Persönlichkeit zu berufen, die dem Tierschutz gegenüber aufgeschlossen ist.
Bitten Sie den Premierminister Nastase, das bereits vorliegende nationale Tierschutzgesetz endlich zur Lesung ins Parlament zu bringen. Dieses Gesetz zählt mit zu den Voraussetzungen, dass Rumänien der E.U. beitreten kann.

Sagen Sie beiden Herren, dass die von DPA verbreitete Nachricht der bevorstehenden Massentötung von Strassenhunden, allenthalben Entsetzen und Empörung ausgelöst hat und, dass Rumänien damit die großen Sympathien verlieren wird, die ihm die Tapferkeit und die Entschlossenheit seines Volkes in ganz Europa eingebracht hat.
Wichtig ist, dass Bürgermeister BASESCU Ihr Schreiben spätestens am Montag morgens auf dem Schreibtisch hat.

Bitte lassen Sie der Vertretung des Intern. Komitees in Bukarest (Dr. A. Khalil) eine Kopie zukommen und vermerken Sie dies am Ende Ihres Briefes.

Nun die Adressen:

Herrn Traian BASESCU, Oberbürgermeister von Bukarest,
der Hauptstadt der Republik Rumänien, Fax 0040 1 312 00 30;

Herrn Adrian NASTASE, Premierminister der Republik Rumänien,
Fax 0040 1 222 58 14;

Kopien an Dr. Amir KHALIL, Präsident des Intern. Komitees,
Fax 0040 1 323 76 34,

er wird am Montag bei dem Treffen dabei sein und braucht Ihre Briefe als Beweis, dass Proteste eingegangen sind.

Herzlichen Dank für Ihren wichtigen Rettungsbeitrag, der helfen wird, den Bürgermeister umzustimmen und den Premierminister zu sensibilisieren.

Beste Grüße in tierschützerischer Verbundenheit!

Uta Seier-Maltz, verantwortlich für die C.I.F.A.M.,
Mitglied des Intern. Komitees
(Tel. 0033 4 93 7 36 15, Fax 0033 4 93 77 22 43)


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Vorschlag für das Protestschreiben an die Herren Basescu und Nastase:

Sehr geehrter Herr xxxxx,  

Mit großem Entsetzen musste ich die Ankündigung zur Kenntnis nehmen, dass die Streunerhunde in der rumänischen Hauptstadt Bukarest eingefangen und getötet werden sollen, falls sich niemand der Tiere annimmt und auch nachweist, dass er finanziell dazu in der Lage ist.

Ich bitte Sie aus ganzem Herzen darum, mit den Tierschutzorganisationen vor Ort eine Lösung zu erarbeiten und umzusetzen, die das Recht der Tiere auf Leben respektiert.

Gestatten Sie mir die Frage, was aus dem Vertrag Nr. 537 vom 19. 12. 2000 der zwischen der zur Stadtverwaltung gehörenden Abteilung für die Belange der Streunerhunde (A.S.A) und dem Verein Vier Pfoten Rumänien geworden ist (Cooperation Contrat between Administratia Pentru Supravegherea Animalelor (A.S.A.) belonging to the city hall of Bucharest and Fundatia Vier Pfoten Romania). Dort wurden Lösungen angegangen, um das Problem der Überpopulation der Streunerhunde langfristig und nachhaltig einzudämmen und zu lösen. Warum wird dieser Weg nicht weiter verfolgt?

Haben Sie wirklich Bedenken über die Berichterstattung der Medien über das Streunerhundeproblem? Sollten Sie nicht viel mehr Bedenken haben über einen Bericht der die Tötung des „besten Freundes des Menschen“ zum Inhalt hat?

Die europäische Öffentlichkeit schaut wegen des geplanten Beitritts Rumäniens zur EU auf Ihr Land. Sorgen Sie für die Verabschiedung und Durchsetzung des nationalen Tierschutzgesetzes als Voraussetzung für diesen Schritt.

In der Hoffnung auf eine menschliche Lösung und in Liebe zu den Streunerhunden verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

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