Jahresrückblick 2001

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29.12.2001

Liebe Freunde,

das laufende Jahr hat durch den Vertragsbruch und proklamierten Hundemord des Oberbürgermeisters von Bukarest, Traian Basescu, unermessliches Leid über die Streunerhunde des Landes gebracht. Den Streunerhunden Rumäniens, speziell denen aus Bukarest konnte zumindest insofern geholfen werden, dass einigen von ihnen ein neues, liebevoll umsorgtes Zuhause in Deutschland oder Österreich geboten werden konnte.

In dieser Situation war vor allem politische Arbeit gefordert, die in der Hauptsache in dem Verfassen und Absenden von Protestschreiben, Unterschreiben von Petitionen, Bekanntmachung der Problematik in den Medien usw. bestand. Leider konnten all dieser Bemühungen nicht verhindern, dass tausende Streuner - kastriert oder nicht kastriert, krank oder gesund - von den Straßen und aus den Gärten gefangen und getötet wurden — getötet auf bestialische, lebensverachtende Art und Weise.

Nun ist Winter in Rumänien, ein härterer Winter als wir ihn bei uns kennen. Viele, sehr viele Hunde, werden den nächsten Frühling nicht mehr erleben - nicht nur, weil sie umgebracht werden - sondern weil sie (gutgemeint) in Lager gebracht wurden, die sie vor den Fängern schützen sollten. Dort mangelt es jedoch an Futter, das sich die Streuner an ihren Stammplätzen in der Stadt selbst hätten suchen können, an Unterschlupf und damit Schutz vor dem Wetter, Krankheiten werden übertragen, die Hündinnen werden gedeckt, weil keine Geschlechtertrennung existiert, Aggressionen aufgrund des engen Territoriums werden ausgekämpft, …

Wir werden weiterhin so viele Hunde wie möglich aus dieser Situation befreien. Parallel dazu dürfen aber unsere Bemühungen für eine politische Lösung nicht nachlassen.

Durch Eure Unterstützung, sei es durch Geld- oder Sachspenden für die Hunde und Straßenkinder, durch Pflege, Behandlung oder Aufnahme eines rumänischen Streunerhundes in eine Familie, durch Bekanntmachung des Streunerhunde- und Straßenkinderproblems und unserer Arbeit im Bekanntenkreis und nicht zuletzt durch den moralischen Beistand habt Ihr unsere Aufgabe maßgeblich unterstützt und damit etwas von dem Leid lindern können, dem die Streunerhunde und Straßenkinder in Rumänien, insbesondere in Bukarest und anderen Rumänischen Großstädten ausgesetzt sind.

Wir haben im Jahr 2001 fünf Fahrten nach Bukarest unternommen, bei denen jedes Mal Hilfsgüter für die Straßenkinder mitgenommen wurden. Wir haben insgesamt 49 Hunde mit nach Deutschland gebracht, von denen einige eine erschütternde Geschichte erzählen können, wie z. B. „Gurita“, dem mit einer Schrotflinte in den Kopf geschossen wurde.

Bevor wir nun die Aufgaben des neuen Jahres angehen, möchten wir uns im Namen der Initiative „Hand-und-Pfote“ nochmals bedanken für all die Hilfe, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, so vieles im vergangenen Jahr zu schaffen.

Wir wünschen Euch eine gesegnete Weihnacht und einen guten Start ins neue Jahr. Mögen alle persönlichen Wünsche in Erfüllung gehen.

Angelika & Hartmut John für "Hand-und-Pfote"

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